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scheulich schmeckten; da jedoch der Topf jede Temperatur hält, lasse ich jetzt am Abend einen kalten Milch- oder Obstpudding hineintun, der immer kühl bleibt und unterwegs wirklich die allerbeste Erfrischung ist. Morgens wird verabredet, um welche Zeit der Vorausgewanderte den anderen erwartet, und dann machen wir eine halbe Stunde Frühstücksrast.
Wenn wir zwischen 12 und 4 Uhr im Lager ankommen, gibt es noch rasch irgendein warmes Gericht, Erbswurstsuppe, Pfannkuchen, oder auch nur Kaffee oder Kakao, die ausführliche Mahlzeit erst abends gegen 7 Uhr, wenn es dunkel ist und man doch nichts mehr unternehmen kann. Je nach dem, was bei der Ankunft zu tun ist, oder wie müde man ist, badet man gleich nach dem Ankommen oder erst später vor Tisch oder vorm Schlafengehen in der großen, flachen Reisewanne.
Die Neujahrsnacht war kühl, nur 14° L, und dazu fiel starker Tau. Unser Zeltdach triefte außen, und an der Innenseite des oberen Daches, das auch die Veranda bildet, hing Wasserperle neben Wasserperle; alle Koffer waren naß und die Zeltpflöcke durch das Gewicht des Wassers gelockert. Das eigentliche Zelthaus liegt noch unter dem Überdach; wenn man die Vorderwand herunterläßt und schließt, kommt keine Feuchtigkeit hinein.
Mit Sekt haben wir um Mitternacht das neue Jahr begrüßt und auf das Gelingen der Expedition und unserer Arbeit angestoßen. Möge doch dieses Jahr 1912 uns freundlich sein!
Am Ufer des Nun, den 4. Januar I9IZ.
Nach heißem Marsch über Höhen und durch Schluchten, über gelbe oder abgebrannte Savanne, wo die kahlen, ver-