Die ersten Marschtage
Endpunkt der Nordbahn, würde mir das Hochland unendlich viel lieber sein mit der trocknen, frischen Luft und den kühlen Nächten. Auf die Bequemlichkeit des Küstenorts müßte man freilich verzichten; aber ist nicht das gute Klima wertvoller?
Sanschu, den Z0. November ISI I.
Wir haben schon den dritten Marschtag hinter uns und wohnen im dritten der an der großen Straße gelegenen Rasthäuser. Unsere Betten und Koffer haben wir in den zwei Zimmern aufgestellt und sitzen auf der Veranda unter dem breit übergreifenden Dach. Solche Rasthäuser haben immer Platz für mehrere Europäer und sind bei aller Einfachheit — kahle, aus Matten geflochtene oder aus Lehm aufgerichtete Wände, gestampfter Lehmfußboden, ein paar kleine Lustlöcher als Fenster, eine weit offene Tür und ein Mattendach über dem Kopf — doch eine großartige Einrichtung. Man braucht sein Zelt gar nicht auszupacken und das mühsame Ausstellen von Zeltstangen und Wänden fällt fort. Neben dem Europäerhaus liegen Gebäude, die mehrere hundert Träger beherbergen können, außerdem Küche, Boyhaus und Pfcrdestall.
Unsere heutige Raststation Sanschu liegt schon etwa 200 m über dem Sockel des Manengubahochlandcs am Anstieg zum inneren Kameruner Grashochland; von dem Platz vor dem Haus, das wie eine Bastion steil am Berge steht, sieht man zurück auf das Manengubcchochland, von dem wir kommen. Uns zunächst erstreckt sich die sogenannte Mboebene, eine etwas wellige Hochfläche, durch die wir in den letzten drei Tagen gezogen sind. Rechts und links umrahmen die steilen, stark zerschnittenen Berge des Anstiegs zum Jnnerhochland das Bild. Zu Füßen dehnen sich