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Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
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Duala, den I?. November ISII.

un sind wir wirklich da, und all die Ausregungen, die schlimme Hetze der letzten Wochen vor der Aus­reise liegen fern hinter uns; als wohltuende, be­ruhigende Trennung hat sich die lange Seefahrt dazwischen geschoben. Die erste Reisewoche bis zu den Kanaren ist wohl bei jeder Afrikafahrt ein kleines Kapitel für sich: Stürme in Nordsee und Kanal, Wonne über die immer Heller strahlende Sonne, das immer reinere Blau des Meeres und ein Ausklingen der alten Europa-Eindrücke im Verkehr mit der großen Zahl der Passagiere, die zur Freude oder zur Erholung zu diesen glücklichen Inseln fahren. Dann lösen ein paar Tage, während deren man um die kleine, behagliche Welt des Schiffes nichts als grau­blaues Wasser und graublaue Luft sieht, uns auch davou los, und eines Nachmittags erblickt man fern am Hori­zont das afrikanische Festland. In der glühenden Sonne, die bleischwer auf der silbrigen, seidenglatten See liegt, taucht ein niedriger dunkler Saum über dem Wasser auf, der sich allmählich zu zwei flachen Hügeln erhebt, steil stürzen sie im Süden zum Meere ab, die weiße Brandung schäumt dagegen, auch einzelnes Buschwerk und Bäume, denen das Kap Verde seinen Namen verdankt, sind zu er-

Thorbecke, Aus der Savanne. 1