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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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Wähntest du etwa, ich sollte das Leben hassen, in Wüsten fliehen, weil nicht alle Blütenträume reiften?

Goethe.

u einer großen Reise gehört Geld. Wir rechneten nach, und siehe, es ging, wenn wir vernünftig und sparsam waren. Fand sich nun gar jemand, der sich uns anschloß, dann verringerten sich die Unkosten, und man konnte sich sogar einen gewissen Luxus gestatten. Wir hatten Glück, denn ein Offizier der Braunschweiger Garnison, Ober­leutnant v. Porembsky, der ein eifriger Jäger war, erklärte sich bereit, uns zu begleiten. Er hat die ganze Expedition mit uns gemacht, alle Mühsale und Fährnisse, aber auch allen Erfolg mit uns geteilt, und aufrichtige Freundschaft ver­bindet uns.

Zuerst wurden die Eltern von dem Plan benachrichtigt, der begreiflicherweise nicht ganz ihre Billigung fand. Mir wurde der Entschluß besonders schwer, mußte ich mich doch von meinen beiden Kindern trennen. Dann ging es an die Borbereitungen. Lange Listen von Sachen, die zu beschaffen waren, wurden aufgestellt und wieder verworfen; mit Kaufleuten und Liefe­ranten wurde verhandelt. Es gab ja so vieles zu bedenken.

Die Reise sollte mit dem Dampfer bis Lindi gehen, den zweit-südlichsten Hafen von Deutsch-Ostafrika. Von dort aus wollten wir mit der Trägerkarawane ins Innere, zuerst um uns einzugewöhnen und zu trainieren zum Mbenkurufluß und Mkoe-See, dann über das Makondevlateau ins Gebiet des Ro- vuma, zum Lukuledi und von dort zur Küste zurück. Die

v, Eckenbrecher, Im dichten Pori, (1)

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