VON MB ALE NACH KUMI.
Aufbruch der Karawane / Die Askari / Auf der Strasse nach Kumi / Im Hause des Distriktkommissärs / Ein moderner Raub der Sabinerinnen Ehetragödie eines Eingeborenen / Die Busoga und die Teso I Die Dorfanlagen der Eingeborenen / Friedhöfe in Wohnhütten / Auf exponiertem Posten I Tiere für Schönbrunn / Elefantengeschichten I Der unersättliche
Heatman.
Am 4. Jänner hatte unser Aufenthalt in Mbale, der länger währte, als wir beabsichtigt hatten, sein Ende erreicht. Die bisher angelegten Sammlungen wurden auf die Borna, das Amtshaus, gebracht, da Mr. Peryman so liebenswürdig war, deren Weitertransport nach Jinja zu besorgen. Ausserdem hatten wir bei ihm noch zwanzig Lasten zurückgelassen, für die wir keine Träger auftreiben konnten. Der Abschied von Mr. Peryman und den englischen Regierungsbeamten, die uns alle die besten Glückwünsche mit auf den Weg gaben, war ein ungemein herzlicher. Von Dr. Seils, unserem Begleiter auf den Elgon, hatten wir uns schon früher verabschiedet, da er sich drei Tage vorher nach dem Sirokoflusse begeben hatte, um dort die Verbreitung der Glossina palpalis zu studieren.
Um 3 Uhr nachmittags setzte sich der Zug endlich in Bewegung: ausser uns Europäern 218 Eingeborenenträger und die 15 Askari mit einem Sergeanten, einem prächtigen Sudanesen, und einem Korporal, dann noch die Tragesel und vier Maultiere, also eine Karawane von stattlicher Länge. Die Askari waren entsprechend verteilt, um die Ordnung aufrecht zu halten, in der Nacht hatten sie die unter dem Vordach unserer Zelte aufgestapelten Kisten und Koffer zu bewachen. Bei den späteren Gewaltmärschen durch unerforschtes Gebiet haben sie uns ganz ausgezeichnete Dienste erwiesen, da tatsächlich viele Leute infolge des Wassermangels zusammenbrachen und nur durch die Hilfe der Askari, die sie oft spät abends noch in ? den Kamp brachten, nicht zurückblieben. Sie trugen Khakianzug und Fez, und
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