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VORWORT.
In nordwestlicher Richtung von dem mächtigen Bergriesen E 1 g o n, dem großen Vulkan, der — einen Grad nördlich vom Aequator — an der Grenze von Britisch-Ostafrika und Uganda gelegen ist, zeigt die englische Generalstabskarte fast bis zu dem am Nil liegenden Nimule einen breiten, weißen Streifen — ein unerforschtes Land! Meine tiefe Liebe zur Natur und ein langgehegter Wunsch, die Großartigkeit der afrikanischen Welt dort kennen zu lernen, wo das Land und das Naturleben der Eingeborenen noch nicht von der Kultur berührt wurden, ließen in mir den Entschluß reifen, eine Expedition in diesen dunkelsten Teil Afrikas auszurüsten und ihn geographisch und ethnologisch zu erforschen. Ursprünglich war meine Absicht, von Nakuro in Britisch-Ostafrika aus zum Rudolf- und Sugottasee und von dort aus, den Nordabhängen des Mont Elgon und Mont Debasien entlang, durch Naqua und Tobur zu marschieren. Ich änderte aber später aus triftigen Gründen diese Route und entschied mich für den Weg über Jinja am Viktoriasee nach Mbale, von wo aus ich die letzten, noch unerforschten Gebiete Ugandas in nordwestlicher Richtung durchquerte.
Meine Reise umfaßte zwei wichtige Arbeiten. Die erste galt der Besteigung des sich bis zur Höhe von 4480 Meter erhebenden Elgon, dessen steile Abhänge alle Klimate der Erde vereinen, Temperaturen von über 40 0 bis hinunter zu 14 0 C unter Null, — die zweite der Erforschung der bisher von Europäern nochnichtbetretenenGebiete, die sich nördlich vom Salisburysee bis gegen Nimule ausdehnen. Meine Person und meine Mittel stellte ich vollkommen in den Dienst dieser Arbeiten und tat mein möglichstes, um diese Teile Ugandas der allgemeinen Kenntnis näher zu bringen. Der Zweck dieses Buches ist, den Leser an der Hand meiner Aufzeichnungen, Photographien, kartographischen und astronomischen Aufnahmen und der noch frischen Erinnerung in die gewaltige Natur Afrikas und das reizvolle Steppen- und Karawanenleben zu versetzen.
Bevor ich an die Wiedergabe meiner Reise trete, drängt es mich, allen jenen Persönlichkeiten herzlichen Dank'zu sagen, die durch Vermittlung bei Behörden und durch ihre Ratschläge zum Gelingen meines Werkes beigetragen haben. Es sind dies die Herren Intendant Hofrat Dr. Stein- d a c h n e r, die Universitätsprofessoren Hofrat Dr. SigmundExner, Hof rat Dr. R. von Wettstein, Dr. S u e ß, der bekannte Ornithologe Direktor Dr. von Madaräsz, die Forschungsreisenden Universitätsprofessor Dr. Rudolf Pöch, Konter-Admiral Heinrich Ritter von
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