Myriaden von Mosauitos lauertcn am Papyrnsrandc der Sümpfe auf Beute
XXVIII.
Pürschgänge in der NyiKa.
viele hundert erfolgreicher, aber auch erfolgloser pürschgänge habe ich in der Masai-NiMa erlebt. Ich bitte nun den Leser, mir im Geiste auf einigen solchen Gängen zu folgen, die ich herausgreise, um tunlichst genau ein Bild aus meinen Erlebnissen wiederzugeben.
Mit Tagesanbruch verlasse ich in Begleitung von einigen dreißig Trägern das Lager. Jeder Mann führt nur eine Kalebasse mit Masser mit sich. Lautlos, in einer Reihe, folgen sie mir und den Wandorobbo- Führern. Unmittelbar hinter mir gehen die Träger meiner photographischen Apparate und meine Büchsenträger. Klle Mann sind daran gewöhnt, — es erfordert dies allerdings viel Übung und Geduld — auf ein lautloses Zeichen von mir sofort auf den Boden niederzufallen und sich möglichst unsichtbar zu machen. —
Beim verlassen des Lagers ist es unmöglich zu wissen, ob nicht die Notwendigkeit eintreten wird, weitab, irgendwo in der Zteppe zu nächtigen' Ztreichhölzer werden daher sorglich stets in einer Kleinen Tasche mitgesührt. Sind die Ztreichhölzer, „KiKeriri" von den Trägern genannt, einmal nicht vorhanden, so müssen wir freilich durch die Masai und lvandorobbo das Feuer auf ihre primitive Krt erzeugen lassen. Ein Holzstab wird so lange zwischen beiden Händen gequirlt, bis seine Lpitze durch die Reibung aus einem zweiten hölzernen Ztabe, die nun durch heftiges Hin und Herschwenken angefachte, und in Verbindung mit leicht brennbarem trockenen Grase oder Laube aufflammende Glut entstehn läßt.