Prinz Löwenstein übte sich mit groszein Eifer iin Präparieren ornithologischcr Objekte
XXII.
Iagdhyänen, Luchse, Katzen und Otter.
Unter den mancherlei Kaleidoskopartig in der Erinnerung vorüberziehenden Bildern aus afrikanischer Tierwelt hasten mir besonders jene flüchtigen Augenblicke im Gedächtnis, wo ich die wilde Jagd der Wild- Hunde (I^LÄOn picrus l'emm.) beobachten Konnte.
Meist ganz unerwartet, weit in der trockenen Zteppe, aber auch am Narawanenweg in der Nahe der Küste und im Ried in der Nähe des Wassers, so habe ich an ganz verschiedenen GrtlichKeiten plötzlich die schönen Iagdhyänen flüchtige Augenblicke gesichtet, wie sie dicht hinter dem auserwählten Wilde in langen Sprüngen dahinsausten, zwei oder drei diesem dicht auf den Fersen, die übrigen aber weiter zurück folgend, um bei Gelegenheit ihrem Gpfer den Weg abzuschneiden. So schnell, wie das wundervolle Bild dieser Jagd sich bot, staubwirbelnd oder im Ried mehr erratbar denn sichtbar durch hier und da auftauchende Köpfe von Verfolgern und verfolgtem — so schnell verschwindet es wie ein Phantom. —
Ich habe gesunden, daß der wilde Hund in den von mir bereisten Gebieten verhältnismäßig selten ist. Das Gleiche erkundeten die bewährtesten Beobachter in Britisch-GstasriKa.
Wild aller Art, selbst die stärksten Antilopen fallen den Jagd- Hyänen zum Gpfer' dicht bei der Eisenbahnstation Norrogwe sah ich sie einen Wasserbock jagen, den ein Beamter der Bahn dann vor den Hunden erlegte. Ein ganzes Nudel von vierzehn Ltück fand ich einst sogar die riesige Elenantilope jagend' aber auch Kleine Antilopen habe ich sie verfolgen sehen.