Schweifwedelnd verschwände» in weit cmsiircifcndcm, polterndem Pcchciann die Giraffen in der
Steppe . , .
XVI.
Giraffen.
Zu den seltsamsten und eigentümlichsten Erscheinungen unter den großen, heute lebenden Säugetieren gehört wohl unstreitig die Girasse, welche in verschiedenen zoo-geographischen Abarten weite Gebiete Afrikas bewohnt.
Ihre ausfällige Erscheinung ragt gewissermaßen in die heutige Tierwelt hinein, wie Ruinen aus längst vergangenen Tagen, lebhast gemahnend an eine verschwundene, unserer Anschauung nicht mehr geläufige Fauna.
Neben dem erst vor Kaum drei Jahren in den Wäldern Zentralafrikas entdeckten höchst seltsamen GKapi (Oc^pi^ /ccknstoni), dessen nächste Verwandte schon vor ungeheuren Zeitläuften ausgestorben sind, dürste die Giraffe als die auffallendste heute lebende Erscheinung der so bunten und mannigfaltigen Fauna Afrikas zu bezeichnen sein.
„Im Lande Ererait wohnten die Herdennomaden ZÄiriÄSsig,
......Gott nannten sie I^m da, und machten sich Standbilder von
ihm, welch eine Girasse darstellten, deren Kops Keine Hörner trug'" so berichtet Kauptmann NIerKer aus den Urzeitüberlieserungen der lNasai. vielleicht deutet dies auf das GKapi hin, dessen Verbreitung einst viel mehr nach Norden gereicht haben mag, während der Tier- Kult der Ägypter die Nlasai zeitweise insluenziert haben Könnte......
Unwillkürlich prägt sich das Bild des Tieres jedem Beschauer ein, ob er es aus Abbildungen Kennt, oder ob er es lebend in der Gefangenschaft hat beobachten Können. Aber wie ganz anders treten uns die Giraffen in der Wildnis, in ihrem Freileben, entgegen!
Zebra, Leopard und Giraffe scheinen so auffällig gefärbt, daß man unwillkürlich erwartet, sie auch in ihrer Heimat mit Leichtigkeit wahr-