Meilenweit? grasgrüne Binsenwnlder bedeckten die Ufer des Natronsecs, Schneeweiße Edclreiher und schwarzweitzc heilige Ibisse kontrastierten anfs Lebhafteste in ihrer Färbung von dem monotonen
XIV.
Flußpferd.
Länger wie Elefant und Nashorn wird das Flußpferd in Afrika erhalten bleiben. Nicht etwa weil es weniger verfolgt wird, wie jene, sondern weil ein großer Teil seiner Aufenthaltsorte — die riesigen Zumpfgebiete im Westen Afrikas — außerordentlich schwer zugänglich sind.
Längst sind die Zeiten verschwunden, in denen auch in Nordafrika Flußpferde häufig waren. Der Name „Nilpferd" war damals durchaus gerechtfertigt, weil das Tier im Nilslusse selbst und seinem Delta höchst zahlreich war. heute sind Nilpferd und mit ihm das Krokodil, letzteres wenigstens in größeren Exemplaren, aus dem Unterlauf des Flusses verschwunden und nur oberhalb Chartum noch zu finden.
Dem paläonthologen aber hat das Erdreich des Niltales erst Kürzlich aus grauester Vorzeit stammende Neste von Urahnen des Hippopotamus, Nnochen schweineähnlicher Tiere überantwortet, die, aus der Eozänzeit stammend, von Professor Fraas in Stuttgart aufgefunden wurden und von ihm jetzt untersucht werden.
Kber selbst in den großen innerasrikanischen Leenbecken, so im Victoria-Nnanza, scheinen die Tage dieses riesigen Wasserschweines gezählt zu sein. Zwar sind Verordnungen erlassen worden, um im englischen Teil des Zees der völligen Vernichtung vorzubeugen, aber in nicht ferner Zeit wird das „NiboKo" im Victoriasee so gut wie im Nil verschwunden sein.
von höchstem Interesse ist die vor nicht allzulanger Zeit erfolgte Auffindung einer Zwergform des Flußpferdes, an der Westküste Afrikas, in Liberia. Dieses Tier erreicht nur eine sehr geringe Größe und soll,