Druckschrift 
Mit Blitzlicht und Büchse : neue Beobachtungen und Erlebnisse in der Wildnis inmitten der Tierwelt von Äquatorial-Ostafrika / von C. G. Schillings. Mit 302 urkundtreu in Autotypie wiedergegebenen photogr. Original-Tag- und Nacht-Aufn. d. Verf. 2. Abdruck
Entstehung
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In düsterer tvewitterstimmung erinnerte die Nyita sehr an die norddeutsche Heide

XIII.

Nhinozerosfang.

Dann wird es hoffentlich auch gelingen, einmal ein junges, deutsch- ostafrikanisches Nashorn lebend herüberzubringen, ein Festtag für unsern Zoologischen Garten!" . . . Diese Worte schrieb mein Freund Dr. L. Heck 1896 in seinemTierreiche".

In demselben Jahre betrat ich zum ersten Male afrikanischen Boden, viele Illusionen, entstanden durch eine allzu Kolonial-optimi­stische Literatur, mutzte ich da bald begraben, nicht zum wenigsten auch in bezug auf die Möglichkeit der Erlangung lebender, dort drüben heimatender Tiere, viele Anstrengungen sowohl in Deutsch- wie in Britisch-GstasriKa waren gemacht worden, ein junges Nashorn oder einen jungen Elefanten lebend nach Europa zu bringen.

Während letzteres bis heute noch nicht erreicht worden ist, gelang mir ersteres erst, nachdem ich zum vierten Male den schwarzen Erdteil aufgesucht, und zum dritten Male mit einer eigenen Karawane ins Innere gezogen war. Gutem vernehmen nach hat allein die sogenannte Ztraußenzucht-Gesellschaft am Nilimandscharo in früheren Jahren an die vierzehn junge Nashörner durch Kenntnislose Kufzucht verloren. Der Bau der Uganda-Eisenbahn, welche Mombassa mit dem victoria- Nnanza verbunden und die Möglichkeit eines Transportes, auch schwerer Güter, zum Meere gegeben hat, hat ebenfalls nicht diesen heißen Wunsch aller zoologischen Gärten erfüllt.

Es mutz seine guten Gründe haben, daß dem so ist, und diese Gründe liegen sowohl in der schwierigen Erlangung beispielsweise eines