In weiter Feme erblickte ich das höchste deutsche Gebirge, den Kilimcmdschciro,
XI.
Elefantenjagd.
Monatelang hatte ich mich umsonst bemüht, sowohl Elefanten unter günstigen Lichtverhältnissen mit dem Tele-Apparat auszunehmen, als auch einen jungen Elefanten lebend in meine Gewalt zu bringen.
Nach vielen Enttäuschungen wurde ich am Morgen eines Zeptember- tages unerwarteterweise reich entschädigt. Die durch die Giftpfeile der WaKamba offenbar höchst beunruhigten Elefanten statteten in der Nacht dem Bache an meinem Lager, aus den Bergen niedersteigend, einen Besuch ab. Hierbei stießen sie auf die von mir ausgehangenen Scheuchen, die ich in Gestalt von weißen Papierbogen hier und da am Wasser angebracht hatte, um das Wild zu veranlassen, andere Wasserstellen aufzusuchen, in deren Nähe mir gute photographische Aufnahmen möglich waren.
Klle Tiere, mit Ausnahme des Löwen, mieden diese Scheuchen - nur für die Elefanten waren sie in der hellen Mondscheinnacht geradezu ein Lockmittel. Ich sah mit höchstem Staunen, daß die Herde die Scheuchen „angenommen", heruntergerissen und in den Schlamm gestampft hatte. Dies stimmte vollkommen mit Erzählungen der schwarzen Elefantenjäger über den oft aggressiven TharaKter der dortigen Elefanten zur Nachtzeit. Die Herde hatte den Bach mehrfach durchquert, und sich bis auf etwa 300 Meter meinem Lager genähert. Obwohl ich es für ganz gewiß hielt, daß sie sich den schützenden Bergen wieder zugewandt habe, folgte ich wie gewöhnlich ihrer Fährte, um ihr Tun und Treiben zu studieren. Zu meinem größten Erstaunen fand ich nach etwa einer halben Stunde,