Eeicr und Kropfftörchc l>icltcn gute Gemcinsch->st . . .
VIII.
Sumpfabend.
Wunderbar ist ein solcher Abend, eine solche Nacht im äquatorial- afrikanischen Sumpfe! Immer wieder wird der Nordländer überrascht durch das schnelle, ihm ungewohnte verschwinden des Sonnenballes am Horizonte.
Mit dem Eintritts der Dunkelheit tauchen Tausende von Leuchtkäsern — „liimurri-murri" der Küstenleute — auf, Zikaden vollführen eine ohrenbetäubende Musik und mischen ihren Gesang mit dem für uns merkwürdig hölzern Klingenden GequaK der Frösche. Letztere geben einen Kurzen schnell wiederholten gleichförmigen Ton von sich — ins Unendliche wiederholt.--— —
Dazu tritt das Gesumme der Moskitos, die in Myriaden hier ihre Wohnstätte haben und blutgierig aus dem papyrusdickicht ausschwärmend ihre Vpser suchen. Ungeschützt gegen ihre Angriffe vermöchten wir unmöglich an unserem Standorte zu verharren. Die sorglich mitgenommenen Mückennetze gewähren auch nur bedingten Schutz, ermöglichen es uns aber immerhin, aus unserem Veobachtungsposten zu bleiben, wenn auch durch die unsere Kleidungsstücke durchdringenden Stiche aufs ärgste gepeinigt. —
Lebhafter und geschäftiger wird das Treiben der Mücken, ihr Gesumme stets intensiver, sie selbst zudringlicher. Ihr Konzert mischt sich mit den Lauten jener Sumpfvögel, deren Haupttätigkeit sich erst zur Nachtzeit entfaltet. Ein merkwürdiges Glucksen und Kichern in schneller Reihenfolge trifft unser Ghr. Ein Kleines Sumpfhühnchen (I^im^ocorax niZer <üm.) ist es, das so in den allgemeinen Ehor einstimmt. 5luch am Tage vernimmt man sein geheimnisvolles Gekicher, sein unbeschreibliches Murmeln und Summen. „Es unterhält sich mit den Fischen!" meint