Nach stürmischer nächtlicher Fahrt in der »einen arabischen Dhau liefen wir in der Morgenfrühe, von Pangani kommend, die Necde von Sansibar an.
VI.
Zum Kilimandscharo mit Prinz Löroenjtem.
In den ersten Tagen des Februar 1WZ brachte uns der Reichspostdampfer „Bürgermeister" nach Tanga. Zum vierten Male setzte ich meinen Fuß an die ostafrikanische Küste und zum dritten Male zog ich hinaus zum höchsten deutschen Gebirge, dem „Kilimandscharo" genannten eis- und schneebedeckten Vulkanriesen.
Prinz Johannes Löwenstein-Rosenberg und ich hatten in Neapel sieben Maultiere an Bord genommen, in der Voraussetzung, daß die zähen und an Entbehrung aller Art gewöhnten süditalienischen Lasttiere sich als Reittiere besonders eignen würden.
Der Transport war glücklich verlaufen, leider aber hatten die Tiere während der Fahrt eine Marusräude aquiriert' ein zu wissenschaftlichen Zwecken bestimmter „Reichshund", der von Hamburg nach Dar-es-5alam verfrachtet und gegen Tsetse-InseKtion versuchsweise immunisiert worden war, hatte die Krankheit auf unsere Tiere übertragen.
Der „Reichshund" war mit diesem Namen belegt worden, weil er in Hamburg ohne Begleitung aufgegeben, nach Oar-es-5alam adressiert war, um dort zu Versuchszwecken zu dienen. Unterwegs hatte ich seine Pflege, mit der Behandlung von KKarusräude wohl vertraut, in die Hand genommen. Trotz alledem aber verursachte die Räude bei den Maultieren, nachdem sie ihr langes Mnterhaar verloren hatten, weitgehende Zerstörungen der Epidermis. Zo hatten wir das Vergnügen, wochenlang täglich zweimal an den teilweise widerspenstigen und schwierigen Tieren sorgfältige Waschungen vornehmen zu müssen, die endlich auch von Erfolg gekrönt wurden.