'-tcppcnbrande flüchtig werden ..
V.
Steppenbrände.
Über weite Gebiete der ostafrikanischen Steppe hinweg rast alljährlich die alles vernichtende Glut der Lteppenbrände. Laumleichen Künden — auch zur Zeit der „MassiKa", der Regenzeit, wo alles frisch und grün erscheint — schwarz verkohlt dem Wanderer, daß noch vor Kurzem sengendes Feuer das Gebiet durchflutet hat.
Mit beginnender Trockenzeit schimmert aus weiter Ferne hier und da beim Eintritt nächtlicher Dunkelheit ein Feuerschein' oftmals erglüht nächtlicherweile immer wieder ein und derselbe, weit entfernte Punkt rötlich am Horizonte. — Das sind ferne Zteppenbrände an Grten, wo das Gras schon dürr geworden- sind weit abgelegene Bergterrassen, die abbrennen, viele Nächte hintereinander als gigantische Fackeln weit
hinausleuchtend in die Lande.....Überall, wo Savannen in Afrika
sich finden, spielt sich immer wieder dieser Vorgang ab. Mein Freund Dr. Rich. Randt, der Entdecker der Nilquellen, berichtet aus dem herzen des schwarzen Erdteiles in seinem herrlichen Werke ^ von denselben Vorgängen, die ich im Gsten beobachtet habe.
Ist die Dürre allgemein geworden, so wird nicht nur der Eingeborene allerorten, nein auch der Reisende Feuer anlegen, sei es um sich leichter einen Weg durch die verschlungene Graswildnis bahnen zu Können, sei es, um wie der Eingeborene durch diesen ,,Feuerzauber" in Kurzer Frist, nach dem ersten plötzlichen Regen frische grüne Weide zu erhalten. —
Richt etwa mit verheerender Schnelligkeit, so daß Mensch und Tier Kaum zu entrinnen vermögen, rasen diese Zteppenbrände einher — wie dies so oft in Reiseschilderungen erzählt worden, — aber stunden-, tage-, selbst wochenlang pflanzen die gewaltigen Feuer sich fort, die trockenen
> Richard Kandt, (ÄMt Nili, Berlin 1904, Dietrich Reimer.