Unsere nordischen Störche als Wintcrgästc in der Masai-N>>ika,
III.
Tierpsyche.
Was uns unser unsterblicher Brehm von seinem Aufenthalt im Sudan in so meisterhafter Weise überliefert hat, wie in Tagen der Not und Krankheit seine gefiederten und vierfüßigen Gefährten ihm Trost und Unterhaltung gewährt haben, das darf ich auch aus den Tagen meines Aufenthaltes unter der Kquatorsonne berichten.
Wer in jenen unerforschten und immer noch so unbekannten Ländern nicht des direkten materiellen Gewinnes wegen reist und sich aufhält, wer sich Zeit nehmen Kann und sähig ist, aus dem unendlich reichen Schatze tierischer Intelligenz und tierischen Seelenlebens das ihm Sympathische Herauszugreisen, das ihn Fesselnde zu studieren und an sich zu Ketten, der wird Kaum Zehnsucht nach der ÜberKultur der Heimat empfinden Können.
Tausend Fragen harren hier der Lösung, tausend Probleme drängen sich auf, und schnell zugreifend muß der Beobachter die Gelegenheit beim Schöpfe erfassen, denn viele Mitglieder auch der afrikanischen Fauna sind schnellem und unaufhaltbarem verschwinden durch die mordende Hand des Kulturmenschen geweiht.
Freilich mutz der Beobachter fähig sein, sich in die Eigenart, in die Psyche selbst der einzelnen Tiere versenken zu Können, muß als geistig so unendlich höher stehendes Wesen ihnen liebevoll entgegenkommen, um sie zu verstehen und würdigen zu Können.
Niemanden wundert es mehr seit urgrauen Tagen, daß der indische Elefant alt eingefangen, in der Wildnis geboren, binnen wenigen Wochen in ein nahes freundschaftliches, wenn auch abhängiges Verhältnis zum