ELEFANTENJAGD.
Im Jagdgebiet / Die erste Elefantenherde / Am Attapiriver / Tragische Jagdgeschichten I Unsere Expeditionstrommel / Ein anhänglicher Schwarzer Unser Heatman als Elefantenwilderer.
Bis zur Ankunft unseres Gepäckes aus Kumi blieben uns noch vier Tage für unseren Jagdausfiug, den wir um so lieber unternahmen, als ein längerer Aufenthalt in Nimule wegen der heftig auftretenden Malariafälle sehr ungesund ist. Meine wissenschaftlichen Aufnahmen hatte ich mit der Ankunft in Nimule eingestellt, und so nahmen wir für unsern Ausflug, von dem wir Samstag abends wieder zurück sein wollten, nur das notwendigste mit. Ausser Dr. Stigler und Schwarzer, die sich von ihrem Brechdurchfall wieder ganz erholt hatten, begleiteten mich einige Träger, darunter auch Adabungomoi, und mehrere Tragesel, die mit den Lebensmitteln beladen waren. Unsere Führer waren zwei Eingeborene, die von Mr. Bains vor einigen Tagen in die Jagdgegend geschickt worden waren. Am frühen Morgen ver- liessen wir Nimule und marschierten zuerst in nördlicher Richtung durch schönes Hügelland, in dem sich vor uns das herrliche Panorama der Nillandschaft mit dem langgezogenen Gebirgsstock der hochaufsteigenden Nyiriberge entrollte. Nach vier Stunden kamen wir an den unteren Lauf des Assuariver, dessen fast hundert Meter breites Flussbett wir durchwaten mussten. Am andern Ufer, wo mächtige Wurstbäume standen, wie wir sie zwischen Mbale und Kumi gesehen hatten, rieten uns unsereFührer, Rast zu halten, da wir den Attapiriver, der nach der Karte höchstens noch drei Stunden entfernt war, vor Sonnenuntergang nicht mehr erreichen würden. Wir beschlossen aber, weiter zu marschieren und gingen in glühender Sonnenhitze ungefähr eine Stunde, als sich plötzlich unter den Eingeborenen grosse Erregung zeigte. Es war ein Geräusch wie das Trompeten von Elefanten vernehmbar.
Es wurde sofort Halt gemacht, und wir Europäer folgten nun mit den Führern, dem Karamojomann und den Boys, die unsere Gewehre
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