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Die Völker im kolonialen Wettstreit / von Poultney Bigelow. Dt. Bearb. des Buches von Philipp Woker
Entstehung
Seite
289
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XXIII.

Das Koloniale Frankreich von heute.

Ncberall in unseren (französischen) Kolonien haben wir ausgezeichnete Eingeborcnentrnppen herangebildet. Die in Algier haben Sie gesehen. In Sencgmnbicn und im Sudan ist es dasselbe. Es sind willige und beivnndcrnugswnrdige Sol­daten, mit denen ich alle meine verschiedenen Ex­peditionen gemacht habe. In Judo-China haben wir gerade so gnte Resultate hauptsächlich bei dcu AnuamUcn und Touliucsen,"

(Auszug aus einem Brief des hervorragenden Soldaten und Erforschers, des Obersten Monteil von der französischen Armee.)

Seit dem deutsch-französischen Krieg hat die französische Nation in kolonialer Ausdehnung Trost gesucht, und das französische Banner flattert heute über einem ungeheuren Gebiet im nördlichen und äquatorialen Afrika, über Toukiu und einem Teil uon Polynesiens)

Das koloniale Frankreich hat ungefähr vier Millionen Quadratkilometer mit über 40 Millionen Einwohnern. Dieser Lnxus kostete Frankreich im Jahre 1808 mehr als 20 Millionen Dollar. Deutschland besitzt ungefähr 2 Millionen Quadrat­kilometer Kolonialgebiet mit nahezu 1t> Millionen Einwohnern, und das kostete ihm im Jahre 1898 ungefähr 5 Millionen Dollar. Diese Summen können als der jährliche Preis für koloniale Glorie angesehen werden; denn in keinem der beiden Fälle steht der in Betracht kommende Handelsverkehr in angemessenem Verhältnis zu den militärischen nnd Verwallungs- kosten.

Bigelow, Die Polier im lolouialcu Wciistreit. l!t