XX.
Das alte Frankreich in der neuen Welt.
„Eine Nasse von Geistlichen und Beamten konnte Amerika nicht gewinnen/'
Woodrmv WUson, „Oolonivs nmi Xation»".
Einflüsse, welche die Kolonisation in Canada verzögerten — Geschichte der Bewegung — Kirche und Staat.
Noch heute gibt es weuige Flecken Erde, die für den Reisenden so reich an Ueberraschungen sind wie Untercanada. Innerhalb weniger Stunden gelangen wir von Boston oder Neiv-Dork an die Ufer des St. Lorenz, mitten unter eine bäuerliche Bevölkerung, die in Dörfern beisammen wohnt, aus deren Mitte immer das glänzende Blechdach einer römisch-katholischen Kirche hervorleuchtet. Anstatt vor dem dürren Kongregationalistenvrediger, der in seinem leichten Wägelchen dahineilt, lüften wir unseren Hut vor „Nousisur Ics lüure", eiuem behäbigen, jovialen alten Herrn, den wir fchon ganz gut aus „Evangeline" kennen. Er reist in einer dauerhaften alten Kutsche oder „(Z-Me1i«z", wie die Canadier das Gesährt nennen; sein Pferd ist ein sanftmütiges, langsam trotteudes, viel gehätscheltes Tier, das die starke Abneigung seines Herrn gegen die Eile und Rastlosigkeit des „Dankes" teilt. In dem schmucken, alteu Quebec steigen wir vor einem Gast-