IX.
GMelle deutsche Kolonisation.
„Großbritannien kann also nicht unpassend als ein befestigter Borposten der angelsächsischen Rasse bezeichnet werden, der den östlichen Kontinent überschaut und auf Amerika rnht,"
lZrooK ^äldins, „L.!norie!>.'s Leonmnie Snxro-
ni^ez?", 1S0V.
Der Deutsche in Kiantschon — Deutsches Ostafrika — Westindien nnd die Vereinigten Staaten.
Bis auf den gegenwärtigen Augenblick hat Deutschland mehr Kolonisten in die Welt gesandt als irgend ein anderes Land, ausgenommen Großbritannien. Das am meisten Bemerkenswerte an dieser Bewegung indessen ist, daß der Deutsche als Kolonist beinahe jede andere Flagge seiner eigenen vorzieht. Das hat seinen Grnnd nicht darin, daß der Deutsche seinen Kaiser, seine Sprache, seine Sitten und tausend kleine Dinge, die den Begriff „Vaterland" ausmachen, etwa nicht liebte. Es ist auch nicht völlig zutreffend, daß er seine Staatszugehvrigkeit aufgibt, um dem Militärdienst zu entgehen; denn dieser Dienst ist nicht unbeliebter als die meisten andern persönlichen Steuerleistungen. Aber der Deutsche liebt die Freiheit, und er berechnet, daß, in Kolonien wenigstens, Freiheit wesentlich ist zum Vorwärtskommen. Die deutsche Regierung hemmt koloniale Unternehmungen
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