Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1913) 1415 - 1870
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Die Vorherrschaft der Portugiesen

2 Bände. ?aris 1826; Vrnest. servier, Liswü-s 6o 1'^.tri(ius sextentiionals devuis les tsinvs les x1u3 reoulss zusc^u'a 1a <zori<iu6ts tranoaiso. 3 Bände, ?aris 1888 bis 1891, und I'aure-LiAust, Histoirs Äs sextentrionale sous 1a Äomi-

Nation rrmsulmane. ?aris 1903.

Über die Geschichte Angolas und des Kongo findet sich eine ausgezeichnete Darstellung in HaKw^t, Loeiet,?, Serie 2, Band 6, Appendix 3 und 4. ^ Für Por- Wgiesisch-Ostafrita sind zu vergleichen: 6ui11aiii, voczuoientg sur 1'bistoire, 1a ß^oZi-axbis et 1s eomiiisi'Ls Äs 1'^.tri^ue orientale, ?arig 1836; Strandes, Die Portugiesenzeit von Englisch- und Deutsch-Ostafrika, Berlin 1899; «Zeorgo N'Oall rbeal, ??1is deZwuinZ ot goutb ^tric-an Historz^, I.on6on 1902.

1. Die Entdeckung der Küstenlinie.

Es ist das Verdienst Heinrichs des Seefahrers, den afrikanischen Kontinent in den Gesichtskreis der europäischen Nationen einge­führt zu haben. Zwar hatte der Nordrand des Erdteils im Alter­tum im engsten Zusammenhang mit der europäischen Kultur­gemeinschaft gestanden, und selbst nachdem die afrikanischen Mittel­meerländer der Herrschaft europäischer Völker entzogen waren, hörte der Handel und Verkehr zwischen den Küstenländern an der Nord- und der Südseite des Mittelmeeres keineswegs auf^); ja von Zeit zu Zeit tauchten Pläne auf, die alten Kulturländer im Norden Afrikas wieder europäischem und christlichem Einfluß zu unterwerfen. Aber der weitaus größte Teil des afrikanischen Kontinents, und zwar nicht nur das Innere, sondern auch die Küstenränder waren bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts den Europäern völlig unbekannt, und niemand hatte daran gedacht, diese Gebiete zu erforschen oder gar zu kolonisieren.

Während das christliche Europa seine Ausbreitung nach dem Osten suchte, hatten mohammedanische Völker einen erheblichen Teil Afrikas ihrem Einfluß unterworfen. Von den Mittelmeer­ländern her, die sie schon im 7. und 8. Jahrhundert erobert hatten, sowie von Arabien aus durchzogen ihre Händler, Missionare und Krieger fast die ganze nördliche und den östlichen Teil der süd­lichen Hälfte Afrikas./Arabische und mohammedanische Kultur herrschte in Ägypten und Tripolis, in Tunis, Algier und Marokko, in der Wüste Sahara, im Nigergebiet, am Tschadsee, in Nubien, und an der Ostküste bis nach Sofala. Eine der stärksten Wurzeln des Islam ruhte und ruht noch heute in afrikanischem Boden,

2) Aber den Handel der Italiener und Katalanen mit Nordafrika vgl. Wap- päus, Untersuchungen über die geographischen Entdeckungen der Portugiesen unter Heinrich dem Seefahrer, Göttingen 1842.