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Die Entwicklung und der Stand der geographischen Forschung über Uhéhe in Deutsch-Ostafrika / von Ernst Battré
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D. Seen

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D. Seen

Seen finden sich auf älteren Karten wiederholt angegeben. So verzeichnen Adams 1 ) und Glauning 2 ) den Gugusiwa-See, der vom Gr. Ruäha gebildet wird, bevor die Kariwindi-Berge an den Fluß heran­treten; auch die Karte E4 3 ) hat diesen See noch verzeichnet. Auf der Karte des Großen Kol. Atlasses, 4 ) Bl. 20, fehlt er dagegen, wie auch alle anderen Seen, die Stiehler 6 ) noch dem Lauf des Gr. Ruäha- Mpangäli hinzufügt. Es scheint, daß die alljährlich auftretenden Über­schwemmungen zu dieser irrigen Ansicht geführt haben.

Ganz in der Nähe der Station Tossamaganga verzeichnet Adams B ) einen kleinen See, der den Namen Kiberege-See habe. Denselben scheint auch v. Prince 7 ) zu meinen, der von dem sehr entenreichen Kibebe-See in der Nähe der Station berichtet, gleichzeitig hinzufügend, daß er wie der Ugombo-See (Gombo) bei Mpapua periodisch austrockne. Wahrscheinlich hat man es hier auch mit einem Überschwemmungssee zu tun, der ja an dem Oberlauf des sehr sumpfigen Luinda-Baches gar nicht wundernehmen würde.

Die, Karte des Großen Kol. Atlasses 4 ) verzeichnet im Süden einen See Nguäsi. M. v. Prince s ) bestimmt seine Lage der hier Muassi- See genannt wird ungefähr 2 Stunden von Idunda. Karte F4 3 ) dagegen stellt den ziemlich großen See als Sumpfbecken dar. Dagegen verzeichnet sie und diesmal in, Übereinstimmung mit dem Großen Kol. Atlas am Südrand der Mgolölo-Berge, südlich des Luiga-Baches, eine ganze Reihe kleinerer Seen, von denen der größte vielleicht eine Längen­ausdehnung von 3 km aufzuweisen hat.

Spuren alter Seen sind nach den bis jetzt vorliegenden Forschungen im ganzen Lande nicht gefunden worden.

Klima

Allgemeine Reiseberichte über das Klima. Die Lage des Landes zwischen dem 7.° und 9.° südlicher Breite läßt eigentlich vermuten, daß man es mit einem ausgesprochenen Tropenklima zu tun hat. Doch bewirkt die Höhenlage des Landes eine ganz erhebliche Herabminderung der Temperatur, und die Berichte sämtlicher Reisenden stimmen darüber überein, daß das Klima äußerst rauh und kalt ist. Schon Giraud 9 ) sagt von der Gegend bei Mdahi'ra, daß er gegen Einbruch der Nacht von einem kalten, durchdringenden Nebel umgeben

') 31, Karte I. - -') 32, Karte. - ") 132. - *) 127, Bl. 20. - 6 ) 137. - 6 ) 31, S. 20, Karte. - ') 56, S. 13. - s ) 21, S. 52. - 3 ) 14, S. 116.