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Wirtschaftsgeographie von Afrika / von K. Dove
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Zweiter Teil.

Gebiete

(um 1011) Größe in qkm

Einwohnerzahl

r

1120 400

8 000000

118 600

280 000

371500

400 000

21000

210 000

CilXj \J\J\J

176100

350 000

578 800

2 840 000

523 200

2 650000

433 000

995 000

7 520 000

106 000

1000 000

667 000

680000

761100

3120000

1 270 200

4 200 000

7 141900

31 250 000

Sechstes Kapitel.

Das außertropische Südafrika.

Wir gelangen nunmehr zu der letzten der großen Wirtschaftsprovinzen von Afrika, die zugleich die größte Europäerlandschaft des Weltteils bildet. Das versetzt uns in die dem Geographen besonders erwünschte Lage, nicht nur Handel und Verkehr, sondern auch die Gütererzeugung auf Grund ähnlich sorgfältiger Erhebungen beurteilen zu können, wie sie uns in den Ländern unseres heimischen Weltteüs zur Verfügung stehen. Zu dieser Sicherung unseres Urteils kommt noch eine andere, fast ebenso bedeutsame. Die Natur hat die zum außertropischen Südafrika gehörigen Gebiete in so gleichartiger Weise ausgestattet, daß dies weite Land unter den von uns untersuchtenGroßlandschaften als inseinenLebensbedingungen fast völlig einheitlich angesehen werden darf. Das gilt vom Bau, vom Klima, von den hydrographischen Verhältnissen so gut wie von der be­lebten Welt, und darum trägt auch die wirtschaftliche Betätigung der Bevölkerung mit Ausnahme eines sehr kleinen, wenngleich recht wichtigen Küstenstreifens im Osten unter sonst gleichen Verhältnissen überall dasselbe Gepräge.

Verweilen wir zunächst bei der Weltstellung Südafrikas. Von gewissen sich am Himmelsgewölbe abspielenden Vorgängen ist schon auf S. 7 und 8 gesprochen. Hier dagegen muß auf die Lage dieses fernen Südlandes zu den großen Straßen des Weltverkehrs noch kurz eingegangen werden. Seit der Eröffnung des Suezkanals hat der Verkehr eine wesentliche Ver­schiebung erlangt. Geblieben ist den südafrikanischen Häfen immer noch ein nicht ganz unbeträchtlicher Eingang von Großseglern, denen der Verkehr durch den Kanal ja verschlossen ist. Da einer der großen Segler­wege der Erde südlich vom Kap vorüberführt, ist das nur natürlich, obwohl nur ein Teil dieser Fahrzeuge Südafrika anläuft. Während aber im Jahre 1911 ganz Britisch-Flachafrika bei einem Gesamteinlauf von 3660000 Tonnen nur 0,2 v. H. Segelschiffsverkehr hatte, kam auf Britisch - Südafrika, den Küstenverkehr ungerechnet, bei einem Gesamteinlauf von 5417000 Tonnen, ein Seglereingang von 1,4 v. H, der bezeichnenderweise auf nur 61 Fahrzeugen von durchschnittlich 1280 Nettotonnen beruhte.