Vorwort.
Die Verkehrsverhältnisse Deutsch-Ostafrikas sind zum letzten Male zusammenfassend untersucht worden in der Dissertation von H. O. Rosen- hainer, Verkehrsgeographie der deutschen Schutzgebiete in Afrika, I. Ostafrika, 1904. Nur zehn Jahre kolonialer Entwicklung — bis zum Ausbruch des Weltkriegs — sind es, die neue Ergebnisse bringen, aber die Bedeutung dieses Jahrzehnts für die moderne Kolonisation dürfte den Versuch rechtfertigen, nach verhältnismäßig kurzer Zeit denselben Stoff wieder zu behandeln. Zugleich wurde noch bei der Darstellung des kolonialen Verkehrswesens in Deutsch-Ostafrika versucht, das „Zusammenwirken natürlicher Gegebenheiten mit historischen Vorgängen", das geographische Moment, stärker zur Geltung zu bringen.
Hervorgegangen ist die vorliegende Arbeit aus dem Kolonialgeographischen Seminar der Universität Leipzig. Es ist dem Verfasser eine angenehme Pflicht, auch an dieser Stelle dem Leiter des Seminars, Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Hans Meyer, seinen ergebensten Dank auszusprechen für die wertvolle Förderung, die er bei der Abfassung der Arbeit erfahren hat. Auch Herrn Kommerzienrat Heinrich Otto in Stuttgart sei für die liebenswürdige Überlassung wertvoller Manuskripte ergebenst gedankt.
Leipzig, Januar 1918.
Gottfried Benndorf.