Abb.
24. MochenmarKt im -Ättas.
Basare und Märkte des Orients. — Marokkanische Suak. — Allerlei Besucher. — Kämvfende Neger. — Malerische Typen. — Militärischer Nebenverdienst. — Rc- gicrungsaddul. — Steuerschraube. — Recht, Gesetz und Justiz. — Bunte Bilder. — „Barmherzigkeit!" — Lin Sudansprößling. — vciligc. — heimkehrende Gruppen. —
Abcndidyll.
ich an farbenfrohen Bildern ist der Grient, am buntesten dort, wohin rastlose Abendländer und europäische Überkultur noch nicht gedrungen. Mit Spaziergängen in Basaren und auf Märkten zugebrachte Stunden sind wohl die genußreichsten, die Europäer in der Welt des Islam verlebten. Wer hätte den Grient gesehen und nicht gern geweilt in dem unaufhörlich flutenden Gewühl der Rassen und Typen, die sich in Basaren von Tunis und Damaskus, auf der Murrada von Omderman Stelldichein geben? Wieviel mehr bietet sich erst dem Landeskundigen, dem Aenntnis von Sprache und Sitten die Wege dorthin ebnen, wo Mangel an Sicherheit und gebräuchlichen Verkehrsmitteln selbst unternehmungslustigen Globetrottern mit vollen Börsen unerbittlich Halt entgegenrufen! Und doch zeigt sich erst dort des Mohammedaners ungekünsteltes Gebaren. In Marokko, dem islamitischen Westen, wo wenig Städte nur jene schattigen gedeckten hallen weisen, die der Morgenländer eben „Basare" nennt, hier ist es der „Suk", der Wochenmarkt, der in malerischer Buntheit stets gleiche Anziehungskraft auch auf Vielgereiste ausübt. Wer das Scherifat Marokko sehen will, das Land der Widersprüche, das unberührteste des Islam, der besuche Wochenmärkte im Landesinnern. Dort zeigt sich noch das bunte tolle Getriebe, dessen die Lande
^82