möglichst ungefährdet zu überwinden. Und wie die Aubba eines heiligen und damit der benachbarte Duar kurzweg Sidi Ajesch oder Sidi es Slaui genannt wird, so heißt das Grabmal weiblicher heiliger Lclla Radima, Lella Maimung usw. Und so verehrt sind diese Heiligengräber, daß, um ein Beispiel anzuführen, nach den Unruhen des Bu Amama die Große Republik sich den zerlumpten, durch Verzweiflungskampf geschwächten Grenzarabern verpflichten mußte, in erster Linie die zerstörten Auppelgräber auf eigene Aosten wieder herstellen zu lassen. Wird doch bloßem Berühren dieser kalkgetünchten Mauerwürfel wirksame Heilkraft gegen alle möglichen wirklichen und eingebildeten Araukheiten zugeschrieben. Glaube macht selig — auch der Aberglaube!
Abb. >. ijy. Frauen am Fddan zu Tetuan, den Umzug erwartend.
20. Sin -Äissauafesi.
Die Kraft des Islam. — Bedeutung religiöser Brden. — Fanatismus und lvahn- witz. — Zu Gottes Lob und Preis. — Am Vorabend. — „Gewöhnliche" Heilige. — Äas Tauhid. — Barbarische Musik. — Esch Scheik ul Aisscmi. — Seine Tätigkeit. — Religiöse Turnübungen in Reihen. — Menschliche Planeten. — Rast am Mkabar. — Zum Fonduk. — Lebende Sturmböckc. — Sclbstmordkandidaten. — Weiber werden zu Hyänen. — Znsammenbruch. — Zm Lndstadinm, — Grausiges Mahl. — . . . la ilaliÄ ill^'llskri!
eine Religion, die jüdische vielleicht ausgenommen, erwies sich zu allen Zeiten so zäh wie die des Aorejschiten. Der Islam hat nicht nur stets allen Angriffen getrotzt, er hat sich sogar jederzeit ausdehnungsfähig erwiesen und ist es noch, trotz aller gegenteiligen Behauptungen. Im Innersten Afrikas wie in den Steppenchanaten Innerasiens gewinnt er heute noch immer neue Anhänger. Der Ausfluß dieser dem Islam innewohnenden Araft sind die zahlreichen Orden, die insbesondere über Nordwestafrika stark
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