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Kreuz und quer durch Marokko : Kultur- und Sittenbilder aus dem Sultanat des Westens ; Mit 1 Taf., 163 Abb. im Text und 1 Übersichtskt. / Von Otto C. Artbauer
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Abb. 8t>. Kalfatern eines Bootes am iiafen von Rabat.

14. In den (Ruinen von Schektaß.

Sin VücKKklck auf maurische Ruktur.

Die Wiege maurischer Architektur. Prunkgemächer der Albambra. Die Dschcnna des Gkba ibn Nafi zu Rairuan. Ls Sähra bei Uordova. Die Giralda zu Sevilla. Blütezeit des Maurcntums. Snltansbnrg zu Mckines. Gkallcr und Tarbogen. Der Zassanturm und seine Geschwister. von stolzer flagge blntigrot. Zeilige (Yuclle bei Schellab. Idyll in den Ruinen.

ie letzte Llüte maurischer Aunst auf der Pyrenäenhalbinsel ist allbekauut. Wer aber ihre langsame Entwicklung suchen will, muß hinüber nach Marokko, in die alten Städte des Atlas­landes. Dort sieht man die Wiege jener eigenartigen Aunst- stufe, aber auch das letzte Aufflackern der langsam, doch stetig ersterben­den Rultur der einst so kräftigen, lebensfrohen Rasse. Dort ragen noch Gemäuer zum Himmel, die an ewig währende Werke alter Griechen und Ägypter erinnern. Der Vstcn des Arabertums kennt ähnliche Pracht­bauten nicht. Auch Gsmanen hatten ine Großes errichtet, ihre rauhen Häufte konnten nur zerstören in all den Zeiten, seit sie in die Geschichte der Völker und Länder eintraten. Anders im islamitischen Westen, wo zähes Berberblut sich gemischt mit dem tatkräftiger Araberhorden. Dieser neuen Rasse blieb es vorbehalten, Aulturzustände zu schaffen, die wenig ihresgleichen in Mohammeds bunter Welt haben. Kunstwerke, die die Augen aller entzückten, die den Maghreb gesehen, staunener­regende Lauten voll seltener Harmonie, wie sie nur noch im äußersten Gsten des Islam ebenbürtig zu finden sind.

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