Abb. ?s. Hafenviertel von Aasablanka. Die Fahne links weht über dem spanischen Aonsulat.
13. RasaötanKa.
Lage und Stellung. — Landungsvcrhältnisse. — Im Zollamt. — „Europäischer Fortschritt". — Verhältnis zwischen Fremden und Eingeborenen. — Außerhalb der Stadtmauern. — Militärkordon. — INißtöne. — Zapfenstreich. — Heutige Zustände. — Französischer Anstrich. — Traurige Erinnerungen. — Das Lied von, tapferen Kaid. — Einst und jetzt.
ar el Baida, die Weiße Stadt der vielen Aaufleute! Nach wie vor liegt sie an blauer See, glänzend unter der Sonne heißen Strahlen, bespült von unaufhörlich uferwärts brandenden Wellen. Rund um die Häuserinsel zieht ein Aranz bebauter Helder, auf denen fleißige Hellachen ihr mühseliges Tagewerk vollenden, dahinter zwischen mattem Grün gelblicher Sand, ebenso am Neer weißglitzerndc Streifen feinen Sandes — wahrlich, wenn eine Stadt ihren Namen verdient, so ist es Rasablanka. ^Nächtig unterscheidet sie sich von nördlicheren Äüstenstädten Marokkos. Hier beginnt die ewige Sonne des Südens, hier fühlt man bereits die Nähe der Großen Wüste. Reine bleichen Manrengesichter, keine rauhen Dschelelbis der Bergbewohner. Hier herrschen sonngebräunte Berbersöhne in langen Selhams, die kaum in neuem Zustand in festlicher Weise geprangt. Auch viel blcm-
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