Abb. 7>. Leula, die südliche ?änlc dos Herkules.
12. Spaniens Historische Rechte.
.^loros ^ Lristisnos— Leuta. — Dessen Lage und Bedeutung. — Peüou dc veles y Gomera. — Deportierte. — vor Bades. — Ivclteinsaiukeit. — Die Besatzung. — Albusemas. — Verbindung mit der Mitwelt. — Melilia. — Dessen günstige Lage. — Lrzreichtmn des Hinterlandes und Folgen davon. — Die
Zasfarinas.
'^275^ „NorvL )^ LristtÄnos!"
A^H»-' ine uralte Redensart. sc> al' fast n'ie dic Aämpfe zwischen ^^AH Rreuz und Halbmond selbst. Seit sieggewohnte Horden arabischer Emire mit Mohammeds Lehre über die Straße Gibraltars setzten, um Roderichs lVestgotenreich zu zertrümmern, währten die wilden Rümpfe fast ununterbrochen. 900 Jahre aus europäischem Festland, seit Beginn des IF. Jahrhunderts auch auf afrikanischer Erde, ein Jahrtausend gegenseitiger Drangsalierungen und blutiger Fehden. Als der letzte Maure Spaniens ungastlich gewordenen Boden verließ, nahm er des Landes Wohlstand mit sich, heute noch haben sich Andalusien und Sevilla nicht erholt von dem Schlag, den eigene Glaubenswut ihnen damals zugefügt.
Heute flattern rotgelbe Banner auf afrikanischer Erde. Aber auf wenigen öden Felsen nur, auf einsamen, von der Mitwelt abgeschiedenen Punkten, traurige Besitzungen als letzte Zeugen einstiger Größe.
Die westlichst gelegene Stadt spanischen Besitzes ist Eeuta, die südliche Säule des Herkules, von Eingeborenen Sipta (Butter) genannt, von bis 1.530 war sie portugiesisch, seither ist sie spanisch. Auf kahlen Nordhängen der keulenartig vorspringenden Halbinsel dehnt sich der etwa 9 000 Einwohner zählende Grt aus. An schmalster, kaum Z00 Meter breiter Stelle liegt die eigentliche Altstadt, von Mauern und Fluten umgeben, da zwei künstliche Aanäle durchbrechen. Eine einzige breitere Straße
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