Leben. Und sollte je eine fremde Macht, sei es selbst das derzeit so überaus beliebte Deutschland, bewaffnet einmarschieren, müßte es unsäglich viel Geld und Blut opfern, bis es auch nur halbwegs festen Huß zu fassen imstande wäre, die eigentliche marokkanische Armee aber würde am wenigsten Schwierigkeiten bereiten.
Abb. Husitruppcn.
s. Marokkos „internakionate" Hermandad.
Algesiras unglückseligen Gedenkens. — Verteilung der Oali^citruppc in den Küsten- ortcn. — Das neutrale überhaupt. — Inspizierung. — Ubcrftüssige Lristcu;. — Schlägereien untereinander und mit den Soldaten. — Das Unterasfizierkcnps. — Unisorniierung. — Ivie Eingeborene darüber denken. — Aufgaben sür Sicherheits- trnppcn iin Scherisat. — Auf der Karawancustraüe. — Europäer, Sultan und
Uuglückspoli,;ei.
iel, viel Unsinn wurde aus 'der unglückseligen Algesiras- konferenz ausgebrütet, der größte aber war, an der Rüste „gemischte Polizeitruppen" aufzustellen! Nie wurde Zweck- undienlicheres geschaffen, nie einem minder kultivierten Staat von Europas weisen Diplomaten eine größere Mißgeburt aufgehalst als dies Zwitterding von Polizei und Militär, das Produkt unseligen „Entgegenkommens" zweier um das Bärenfell sich streitenden Parteien.
In jeder der acht, europäischer Schiffahrt geöffneten, Hafenstädte Marokkos haust ein Rorps von etwa 200 Mann, in Tanger und Mogador gegen K0N. In Tetuan und cl Araisch sind spanische Instrukteure, in Tanger französische und spanische. In Aasablanka sollte es ebenso sein, doch haben die stolzen Hidalgos längst sich grollend
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