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schwarz bemalt sind, welche die Bezeichnung trägt: „T. W.Frese Bremen. 1726." Im Jahre 1728 übertrug ihm der Graf von Schaumburg-Lippe für 2000 Thlr. die Anfertigung eines marmornen Epitaphs der verstorbenen Grälin für das Erbbegräbniss zu Stadthagen. Als Vorlage diente eine italienische Zeichnung. Das stattliche Epitaph, im Chor der Stadthagener Kirche, zeigt die Inschrift: „T. W. Friese (sie) fecit Bremen 1728", und besteht aus der Figur des Kronos mit der Hippe, der auf dem Simse der Inschrifttafel sitzend, das Allianzwappen zerbricht. Vom Beschauer links ein weinender Putto. Das Figürliche ist aus weissem, die Tafel aus schwarzem Marmor. Nach dem Rhederbuch erhielt F. 1729 „für die Model des darnach abzugiessenden neuen Ovens auf der Witheitstube 11 Thlr., (der eiserne Ofenteil wurde nach dem Modell am Harz gegossen, wog 2437 Pfd. und kostete 75 Thlr.; für den aus Kacheln bestehenden Ofenaufsatz wurden an Grosheim in Hannover 49 Thlr. bezahlt, die Kosten des ganzen Ofens betrugen ca. 260Thlr.; vergl. auch B. Rode); 1730 erhielt er 92 Thlr. „für 3 Marmor Platen mit dem Ofenfuss und Setzung" und ferner 202Thlr. „fürdiesiebenPostamentemit den Grauwerksstücken und Hinsetzen" zur neuen eisernen Gallerie nach dem Pallatium. 1734 empfinger 5 Thlr. „fürPyramiden und Wapen" die, anscheinend vom Konditor zu Schaugerichten verziert, bei Gelegenheit des Besuchs des Königs von Dänemark benutzt wurden. Um diese Zeit führte er auch die Steinmetzarbeiten für die alte Börse*) aus, deren Umbau Giselbert von Warneck leitete. Ferner wurden ihm 1735 für Steinhauerarbeit an der Blumenthaler Brücke etc. 88 Thlr. bezahlt und dabei 3 Marmorplatten und Zierrathen, die vormals auf dem Ofen in der Witheitstube gestanden, zu 38 Thlr. in Bezahlung gegeben. 1743 erhielt er 13 Thlr. 24 Grote für Aufhauen des Bremer Schlüssels auf 20 Grenzsteine. Im
*) Ein Plan dieses Gebäudes von F's. Hand, der auf dem Giebel über dem Portal noch allegorische Figuren, die wahrscheinlich nie ausgeführt wurden, zeigt, befindet sich am Archiv.
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