Das Land verdankt seinen Namen der St. Iürgenskirche, die angeblich als eine Wallfahrts-Kapelle schon im 12. Jahrh, gestiftet u. dem heil. Georg — dem Lindwurmtödter — geweiht wurde; sie wird zuerst (soclesia in ssnoti (^soi-Zii) 1230 genannt. Schon 1264, auch 1260 erhielt Kloster Osierholz Güter daselbst, Lilienthal zuerst 1290. ,,Sunte Jürgens wird zuerst 1350 u. zwar als Eigenthum des Erzbischofs (von „oldinges" her) genannt. In Ober-Ende-St. Jürgen" hatte Kloster Lilienthal die Gerichtsbarkeit. — 1586 waren in „Sanct Jeorgens Landt" im „Ober-Ende" 57 Wohnungen - „Häuser", „Hütten" u. „Käthen" in der Erde". Weg sandig; Mühle zu Torfmoor, r.
Höge, l.; auf hoher Wurt gelegen. — Gänsezucht.
Ein ehemaliger sattelfreier Hos, der vom Erzbischof Johann Friedrich (1596—1634) gewisse Vorrechte erhielt. Der Name des Hofes soll daher stammen, daß hier der jedesmalige neuerwählte Erbrichter von Niederende-St. Jürgen — der Ritter v. d. Hude aus dem „Dammgut" zu Ritterhude - den Gerichtsnntersassen vorgestellt u. „gehöget", d. h. in die Höhe gehoben wurde. l633 hatte Johann Seedorf „den einstelligen Hof uff der Höge" — der " Scheffel Aussaat Ackerland n. etwa 47 Tagw. Grasland, sowie Weide sür sein Vieh umfaßie — vom Kloster eingethan erhalten, wofür er 30 Thlr. Weinkauf, 20 Thlr. Zinsgeld entrichten mußte. Später legte ihm die Landgräfin Eleonora Katharina von Hessen-Eschwege (1655—1692 Besitzerin von Lilienthal) noch 35 Thlr. „Quartier-, Roßdienst-, Crenß- u. Tri- bnnalgelder" als weitere jährliche Abgabe hinzu u. hob so die oben erwähnten Vorrechte wieder auf. Der Kornzehnten wurde, wenn nicht in n»tui-a gezogen, mit 3 Thlr. beglichen. Dienste hatte Seebeck nicht zu leisten. Seine Wittwe hatte den Hof noch 1692. - Jetzt wird „Höge" aus 2 Höfen ä ca. 200 Mg. ca. 50 da gebildet. Wiesen, l. u. r.
4,0W Km Torfmoor beginnt; Windmühle r. 4,20l> lim „Gasthof zur Frankenburg", r., von
Chr. Cnriacks. Bis ca. 1830 bildete Frankcnbnrg einen besonderen Ort, wurde dann aber mit Torsmoor vereinigt. Wegweiser: Worpswede — über Lüninghausen, wo
Chanssee beginnt, nach Worpswede — ; ca. ?,»()(> Icm;
St. Jürgenskirchc; 7 Km.