Oos Städtische Museum in vremen
von z. XVeitzenborn
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fnter den deutschen Museen, die der Pflege der Naturwissenschaften im weitesten Sinne gewidmet sind, nimmt das «Städtische Museum für Natur-, Völker-und Dandels- Kunde" in lZremen eine anerkannt hervorragende Stellung ein. Seine ersten Nntange lassen sich bis in das Jahr 1774 zurückverfolgen. Damals schloß sich eine Anzahl angesehener vremer vürger, hauptsächlich Kaufleute, zusammen, um durch Einrichtung eines sogenannten Lesezirkels l^eisebeschreibungen und andere V>?erKe geographischen sowie geschichtlichen Inhalts, die man auf gemeinsame Kosten erwarb, Kennen zu lernen. Ein Ausschuß von sechs Mitgliedern wählte die zu beschaffenden Lücher und sorgte für die Instandhaltung der sich entwickelnden DibliotheK.
Bereits nach zwei fahren wurde neben diesem «Verein von Bücherfreunden« eine weitere Gesellschaft ins Leben gerufen, die sich besonders der Pflege der phvsik und Naturgeschichte widmen und durch (Zründung eines Naturalien-Kabinetts, sowie durch regelmäßige Vorträge naturwissenschaftliche Erkenntnis in ihrem Kreise verbreiten und fördern sollte; auch das Interesse am Studium der Kunst wollte man wecken. Zwar war die Zahl der Mitglieder, ordentliche (mit einem Eintrittsgeld von 25 Malern Sold und einem Jahresbeitrag von 5 Malern) und außerordentliche (mit 4 Halern Jahresbeitrag) stark beschränkt, und die Statuten waren reichlich engherzig; aber die Entwicklung des jungen Vereins, dem außerdem noch eine phvsikalisch-ökonomische Lesegesellschaft angegliedert wurde, nahm zunächst einen günstigen Verlauf. Man erwarb von einem zufällig durchreisenden fZändler eine Kleine Sammlung von Naturalien und mietete einige l^äume in der Nltstadt. bald darauf aber schon ein (Zartenhaus in der Neustadt, wo die Sammlung samt der Bibliothek untergebracht und die Sitzungen abgehalten wurden.