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Jahrbuch der bremischen Sammlungen : Jahresberichte des Gewerbemuseums, des Kunstvereins, der Stadtbibliothek
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vas UKeater im japaniscken f)Olzscbnitte

von vr. kZ. Smidt

sn der japanischen Kunst nimmt der 5arbenholzschnitt zwar eine quantitativ große aber qualitativ bescheidene Stellung ein. Cr ist der Ausdruck der Kunstbedürfnisse des Dürgertums. Wenn dieses auch gegenüber dem Hdel, der nur etwa fünf Prozente der (ZesamtbevölKerung ausmachte, schon in früheren Zeiten die weitaus breiteste Volksschicht war, so war seine Bedeutung doch in den Perioden ewiger innerer Kämpfe eine geringe. Crst in der 5riedenszeit des ?IoKugawa- shögunates wuchs der bürgerliche Wohlstand, die großen Städte Kvöto, Osaka und die neue Hauptstadt des Shöguns Vedo blühten auf, und auch die Kunst fand in ihrer Bürgerschaft eifrige Pflege. Ls war die UKivo-ve-Schule, die die Interpretation dieser Kunsttendenzen übernahm. Oer große Unterschied der Psyche des alten 5ldels und der der neu emporkommenden Kreise spiegelt sich im (Zegenständlichen dieser neuen DürgerKunst im Segensatze zu den übrigen Schulen alter und späterer Zeit. Stellen wir die Hauptthemen der aristokratischen und der neuen Volkskunst gegenüber, so zeigt sich dies am deutlichsten (zur aristo­kratischen oder Kurzweg alten Kunst rechnen wir hier auch deren der UKivo-ve-riu gleichzeitige Zweige Korin-Maruvama etc. Schulen).

5llte Kunst, buddhistische Kultgemälde, Linzel- figuren buddhistischer und tao- istischer Heiliger.

Porträts: fast nur große I^eligions- lehrer und Weise, Kaiser und große Staatsmänner, Krieger und vichter.

UKivo-ve-riu. Keine Kultbilder. Sehr selten Vor­stellungen aus ShaKa's Leben (Geburt, Nirvana etc.) Meist nur humoristische Vorstellungen der grotesken sieben (ZlücKsgötter.

5ast nur Porträts von Schauspielern und berühmten Kurtisanen.