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Jahrbuch der bremischen Sammlungen : Jahresberichte des Gewerbemuseums, des Kunstvereins, der Stadtbibliothek
Entstehung
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Oer ^otempwk! der Daida

im Städtischen Museum für Natur-, Völker- und ßandelskunde

von Weihenvorn

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fn der Westküste von Kritisch-Columbia liegen zahllose Inseln, deren größte und wichtigste die Königin Lharlotte- Inseln sind, bekannt durch ihren Reichtum an Tupfer. Sie sind bewohnt von den Haida, Indianern, die den nördlicher hausenden ^linkit sehr nahe verwandt sind. Die Zinkit, eines der interessantesten nordamerikanischen IndianervölKer, wurden in den fahren 1880 und 1881 im Auftrage der Dremer (Zeographischen Gesellschaft von den beiden Jorschungsreisenden Dr. Arthur und Dr. i^urel krause aufgesucht und eingehend studiert. In dem Werke, in dem die Ergebnisse dieser I^eise niedergelegt sind, werden neben anderen Nachbarn der ^linkit auch die Haida im Zusammenhang besprochen, die, soviel wir wissen, im ^ahre 1737 oder 1788 zum ersten (Dale von einem weisenden aufgesucht und in der 5olge literarisch behandelt wurden. Die Haida nennen ihre heimatlichen Inseln Haida-Kwea; sie haben sich übrigens außer auf den Königin Lharlotte-Inseln auch auf den (nördlicher gelegenen) Kleinen 5orrester-Inseln und auf dem südlichen Heile der prince of Wales- Insel angesiedelt, wo sie sich als Kaigani bezeichnen. Dank dem Umstände, daß ihre Beziehungen zu den Europäern sich lange Zeit hindurch auf vereinzelte 5älle beschränkten, sind sie bis in die letzten Jahrzehnte hinein von dem für Naturvölker fast immer verderblichen Einflüsse der Weißen verhältnismäßig frei geblieben; die Pelzhändler, die gelegentlich zu ihnen Kamen, ließen sich daran genügen, Häute von ihnen einzutauschen, und vermieden es, sie in ihren Sitten und (Zewohnheiten zu stören oder sie sonst irgendwie zuKultivieren". Deshalb haben sich die Haida ihre Ursprünglichkeit relativ lange bewahrt, und die Ligenart der nordwest­amerikanischen Kultur hat sich bei ihnen mit am reinsten erhalten - sehr zum Vorteil der sich mit- ihnen befassenden ethnographischen Forschung. Immerhin ist die Berührung mit den Weißen und ihrer Kultur auch für