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Bremer archäologische Blätter / Der Landesarchäologe
Entstehung
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Manfred Rech

Kaufleute und Pilger- Schlachte 13/14

Die Schlachte, das mittelalterliche Hafen­gelände Bremens an der Weser, ist ein archäologisch interessanter Bereich der Stadt. Dies bestätigen über die Jahre Boden­aufschlüsse entlang der breiten, sich an der Weser entlangziehenden Kaianlage. Heute spielt dieser Uferstreifen handelsgeschichtlich zwar keine Rolle mehr, doch wurde an seine alte Attraktivität in den letzten Jahren durch qualitätssteigernde Maßnahmen, wie ein neu­er Plattenbelag oder Baumanpflanzungen, angeknüpft. Von der zur Schlachte ausge­richteten alten Bebauung mit seiner sehens­werten Giebelfront aus Bürgerhäusern und Speichern hat der 2. Weltkrieg kaum etwas übrig gelassen. Einiges ist zwar in der Nach­kriegszeit, manchmal unter Verwendung alter

Architekturteile, neu aufgebaut worden oder wurde mit traufständigen, dem alten Stil ange­paßten Giebeln versehen, der einstige Glanz ist jedoch dahin.

In der Wiederaufbauphase nach dem Krieg wurden die Parzellen entlang der Schlachte so gut wie gar nicht auf archäologische Substanz hin beobachtet. Vieles wird damals undoku- mentiert verlorengegangen sein.

Als einzige Parzelle stand bis 1996 noch das einplanierte und als Parkplatz genutzte Trüm­mergrundstück Schlachte Nr. 13/14 für eine Neubebauung zur Verfügung (Abb. 2). Da auf der Westseite dieser Parzelle die sogenannte Heimliche Straße verlief, als einer der recht­winklig abgehenden Verbindungswege von

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1 Ausschnitt aus Kupferstich von Merian 1638/41. Kreis: Grabung Schlachte 13/14

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