Bernd Seidler
1.6.1940-2.10.1997
Bernd Seidler ist für uns alle überraschend im Oktober 1997 gestorben.
Am 1.7.1963 trat er als Angestellter in der Funktion eines Grabungstechnikers in die Dienste des Focke-Museums/Bremer Landesmuseums ein. Wie viele mit ähnlichen Tätigkeitsmerkmalen war er Autodidakt. Ursprünglich kam er aus der Metallbranche. Sein Interesse für die Archäologie führt jedoch weiter zurück, und zwar nach Jena, seinem Geburtsort. Von dort übersiedelte seine Familie in den 50er Jahren nach Bremen.
Im Dienst des Museums und der Landesarchäologie hat er viele wichtige Grabungen geleitet. Zu Hilfe kamen ihm dabei seine gute Beobachtungsgabe und sein Zeichentalent. Höhepunkt seiner beruflichen Tätigkeit waren die von 1973 bis 1976 sich hinziehenden Grabungen im Bremer Dom mit der Aufdeckung der inzwischen berühmt gewordenen Bischofsgräber. In den letzten Jahren wurde er zunehmend von gesundheitlichen Problemen geplagt, die schließlich zu einer vorzeitigen Verrentung im Februar 1996 führten. Von dem verdienten Lebensabend hat er nicht viel gehabt, und die Gesundheitsprobleme waren offenbar gravierender, als dies zunächst den Anschein hatte. So machte die Nachricht von seinem Tod nur ein Jahr später alle ehemaligen Mitarbeiter der Dienststelle betroffen. Der Name Bernd Seidler wird nicht nur seinen einstigen Mitarbeitern, sondern auch für die archäologische Erforschung Bremens unvergessen bleiben.
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