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Bremer archäologische Blätter / Der Landesarchäologe
Entstehung
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Karl Heinz Brandt 70 Jahre

Am 25. März 1992 feierte Dr. phil. Karl Heinz Brandt seinen 70. Geburtstag. Bis zu seiner Pensionie­rung am 31.3.1987 war er Landesarchäologe der Freien Hansestadt Bremen, führte diese Tätigkeit aber kommissarisch noch einige Zeit weiter.

Geboren und aufgewachsen in Herne/Westfalen kam er mit der Vorgeschichte schon in jungen Jahren in Berührung, war sein Vater, Karl Brandt, doch ein in Fachkreisen weithin bekannter Autodi­dakt, der nicht nur vielfältig publizierte, sondern aufschloß Strünkede auch das Emschertal-Muse- um begründete und so demRuhrpott" in derVorgeschichtsforschung entscheidende Impulse ver­mittelte.

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft studierte K. H. Brandt ab 1947 in Kiel und MünsterVor-und Frühgeschichte, Geologie und Anthropologie. 1953 promovierte er in Kiel bei Ernst Sprockhof? mit dem ThemaSteinerne Äxte und Beile der jüngeren Steinzeit in Nordwestdeutschland".

1954 trat er in die Dienste des Bremer Landesmuseums/Focke-Museums ein und wurde schließ­lich 1975 Landesarchäologe mit einem weitgehend selbstständigen Amt. Schon 1963 wurde von ihm die Abt. Vor- und Frühgeschichte am Landesmuseum neu aufgestellt. K. H. Brandt ist Mitglied in vielen Fachgremien, so der Historischen Gesellschaft, derWittheit oder der Historischen Kommis­sion für Niedersachsen, um nur einige zu nennen; die von ihm mitbegründeteBremer Gesellschaft für Vorgeschichte" leitet er seit 1992 erneut. Letzteres beweist, daß K. H. Brandt keineswegs daran denkt, sich zur Ruhe zu setzen.

Von seinen zahlreichen Grabungen sei nuran die spektakulären Untersuchungen im Bremer Dom erinnert, die bereits zu Publikationen führten, welche in Fachkreisen und darüberhinaus allgemein anerkannt sind und gerne zitiert werden. Abschließend sei noch hervorgehoben, daß auch dieBre­mer Archäologischen Blätter" 1960 von dem Jubilaraus der Taufe" gehoben wurden. Insgesamt hat die Archäologie in Bremen K. H. Brandt viel zu verdanken, und es bleibt zu hoffen, daß seine Schaffenskraft noch weit über das Jahr 2000 anhält.

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