Vorwort
Ich freue mich, daß nach einer längeren Pause jetzt ein neuer Band der Zeitschrift „Bremer Archäologische Blätter" vorgestellt werden kann.
Manche der darin enthaltenen Beiträge zeigen, daß Baumaßnahmen der unterschiedlichsten Art die archäologischen Bodenfunde der Stadt bedrohen. Die wissenschaftliche Untersuchung dieser „Bodenurkunden" trägt dazu bei, daß neben den schriftlichen Zeugnissen aus alter Zeit die Erkenntnisse der Archäologie wichtige Informationen zur Geschichte Bremens liefern. Nicht zu übersehen ist dabei, daß die jüngeren Zeiten, vor allem bei der Stadtkernforschung, zunehmend an Bedeutung gewinnen, ein Umstand, der wegen der engen Verflechtung der Dienststelle des Landesarchäologen mit der Universität Bremen hoffen läßt, daß sich der bereits bewährte interdisziplinäre Austausch noch weiter ausbauen läßt.
Mancher Beitrag des vorliegendes Heftes stammt aus der Feder von Studenten, ein sicher nachahmenswertes Beispiel, zeigt es doch, daß es durchaus möglich ist, auch die jüngere „Forschergeneration" beizeiten an konkrete Sachfragen heranzuführen und sie gleichzeitig für die Geschichte Bremens zu sensibilisieren.
Besonders freut es mich aber, daß durch die neuen „Bremer Archäologischen Blätter" Ergebnisse der archäologischen Forschung den Bremer Bürgerinnen und Bürgern vergleichsweise schnell nahe gebracht werden können und so das sicher vorhandene Interesse an der eigenen Geschichte befriedigt und verstärkt wird.
Henning Schert
Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst
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