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1. Theil (1818)
Entstehung
Seite
165
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HÄrlMcciuL. i65

der Prediger und Inspektor des Gymnasiums ä<ssi. ölvlcbior Ltenger darüber Vorstellungen machte und weil er in seinen Schriften grammatikalische Fehler entdeckt hatte, zum fleißi­gen Stndiren ermähnte, schrieb er gegen 8tci,Kvr und beschul­digte ihn mancher Irrthümer, worüber dieser -670 seinen Dienst verlohr- Aber auch mit Hartnack gieng in diesem Jahre eine große Veränderung vor. Er hatte einer Person in Dresden ehedem 286 Nthlr. abgeschwatzt, ward deswegen bcy.'m Magistrat zu Erfurt verklagt und in's Gefängniß gesetzt. Als ein Frauenzimmer verkleidet entfloh er aus dem Arrest und rettete sich in das dortige Karthäuser-Klostcr, begab sich darauf nach Leipzig und hielt sich wieder zehn Jahre in Dresden auf, wo er Privat-Unterricht gab. i660 gieng er der Pest wegen weg und wurde auf Empfehlung Abraham Ealov's und Jcsaias Pnfendorf's in demselben Jahre Rektor an der Domschulc zu Bremen. Kaum hatte er angetreten, so verbreiteten sich die Gerüchte: er sey ein Betrstger, Ehe­brecher und Blutschänder; diesen Gerüchten zu widersprechen, ließ er verschiedene günstige Urtheile und Zeugnisse drucken. Auch verantwortete er sich vor dem Bremischen Superinten­denten Oelroieli sehr gut. Während seines Rektorates wurde . das Athenäum unter dem Namen eines Publikums errichtet, hob auch die erste Klasse der Domschule auf und versetzte die 'Schüler-derselben in das Publikum. Im folgenden Jahre gieng er am 23. April Heimlich von Bremen weg und wurde LL 83 Rektor an der Domschulc zu Alton«. Auf Vincent, klluni Betrieb wurde 1689 den Hsnchurgifchcn Stadtkindern verboten, seine Vorlesungen zu besuchen, und er » wurde, weil er der Stadt Hamburg in der Zuschrift seiner Einleitung zu den philosophischen Wissenschaften den dem Dänischen Hyfe damals Höchst mißfälligen Titel einer kaiserl. freyen Reichs­stadt gegeben hatte, in einen fiskalischen Prozeß verwickelt. In dieser Station schrieb er verschiedene Jahre -wöchentliche Zeitungen mit politischen Anmcrktmgen, welche Christian Thomasius sehr satyrisch beurtheilte, ikso ward er Rektor in Schleswig, allein übertriebene Strenge gegen die Schüler, Zänkereyen- mit seinen Kollegen und mit andern Theologen, und besonders. Slonger'» Nachrichten an den Serreralsuperint. 8-rcch>sgen, MN seiner Unbeständigkeit in der.Religion und von seinen begangenen Verbrechen , brachten, ihn 1701 auch um diese Bedienung. Doch bekam er 1702 auf Fürbitte des Grafen'tioiir.-.-von Leventl.au ,vorn König in Dänemark die Pfarre zu Bramstedr in Wagrien, nnd hier .starb.er.im Jahr -708. kraljen'5 Gesch. ..der Domschule, zu Bremen, Ätes Stck. Stadc, 1772 . ^»s. f. stlova sttersria Llaria

Lallici, 1698 . xsg.. f. Alvllerl tamhria.litor. Tom. stk. ' T^I»' 29b-

§§. l. 8aiwller aliczuill scheuL, L.. Trane, KzcnLlwr hlock-