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Der Aufbau : Bürger und Stadt
Entstehung
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DER AUFBAU

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reichen Eigentümern und über 40 Anliegern entstand eine große Bauher­rengemeinschaft unterschiedlichster Zusamensetzung und entsprechend dif­ferenzierten Wünschen und Möglichkei­ten.

Hinzu kam, daß bereits zwei teilweise genehmigungsreife Planungen anderer Architekten vorlagen, die zu Beginn der aktuellen Planung nur einen begrenzten Gestaltungsraum zuließen.

...und das Ergebnis:

Entgegen vorangegangener Überlegun­gen, die geplante Konstruktion an den Fassaden zu befestigen, zeigte sich auf­grund eines neu gesetzten, erweiterten Gestaltungsrahmens, daß eine fassa­denunabhängige Lösung architektonisch überzeugender ist.

Die unterschiedlichsten Rahmenbedin­gungen wie die geforderte hochwertige Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, statische- und baugesetzliche Vorgaben bedingten ein filigranes, wiederholbares Regel­fachwerk, ohne Bezug auf Fassadenach­sen der anliegenden Häuser. Grundlage für die bauliche Umsetzung war ein Katalog von Detailpunkten, der für die gesamte Baumaßnahme eine ökonomische und rationelle Montage ermöglichen sollte.

Das Ziel war eine schlichte Architektur, die durch die Wahl des Werkstoffes Ästethik und Eleganz in Bezug zur histo­rischen Substanz setzen sollte. Nicht nur aus diesem Grund fiel die Wahl auf Edelstahl rostfrei.

Auf eine stabile Höhenentwicklung der Überdachung in Bezug auf die Wall­topographie wurde Wert gelegt. Ledig­lich Knickpunkte und Versprünge wur­den konstruktiv angepaßt.

Entgegen der sonst üblichen Verarbei­tung von Stahl, sichtbar mit notwendiger Technik, Material und Detaillösungen umzugehen, wurden bei der gewählten Konstruktion statische und konstruktive Verbindungspunkte und Materialverstär­kungen weitgehendunsichtbar" verar­beitet.

Um keine dominierende Wirkung des Vordaches gegenüber den bestehenden Fassaden aufkommen zu lassen, wurde auf eine zurückhaltende Ausführung der Technik Wert gelegt. Unter Berücksichtigung der Ensemble­wirkung des Straßenzuges entstand bei der Entwicklung der Stahlkonstruktion eine Figur, die im Zusammenspiel der einzelnen Elemente den Charakter des Ensembles aufnimmt und unterstützt.

Der Boulevard

Um den Aufenthaltswert des Straßenzu­ges für den Besucher zu steigern, Ver­sorgung mit Freizeitaktivität zu koppeln, wurden ergänzende Maßnahmen neben der Erstellung einer Überdachung not­wendig:

- Neugestaltung des Bürgersteigberei­ches mit Flaniermöglichkeit

- Planung von Cafe-Bereichen

- Abstimmung von öffentlicher und pri­vater Beleuchtung

- ein neues einheitliches Werbekonzept, den gemeinsamen Präsentationsge­danken dokumentierend.

Die Neuordnung des Straßenzuges mit besserer Anbindung an die Grünanlagen soll durch den Einbau einer Treppen­anlage im Bereich Bischofsnadel eine neue Wegverbindung schaffen. Die Lage der öffentlichen Beleuchtung wurde geändert, um in den Abendstun­den neben dem Verkehrsraum auch den Grüngürtel aufzuhellen und in den Ge­staltungsraum einzubinden. Die Längsorientierung des Straßenzuges wird durch den Einbau eines farbigen Lichtbandes im Vordach unterstützt und verstärkt. Die vorhandenen Poller wur­den durch neue ersetzt und die Verle­gung des Pflasters auf den Verlauf der Konstruktionselemente abgestimmt.

...die technischen Daten:

Ausladung

3,50 m Gesamtbreite bei durchschnittli­cher Höhenentwicklung im oberen Dachkantenbereich um ca. 4,30 m.

Konstruktion

Edelstahltragwerk mit Glaseindeckung auf Stützensystem, eingebunden in Ein­zelfundamenten gemäß Statik

Stützen

Stützenweiten 6,00 m, Abstand aus kon­struktiven Gründen teilweise reduziert; Stützenquerschnitt ca. 22 cm.

Dachneigung

15°

Glasfelder

Rasterfelder aus VSG 16 mm Verbund­sicherheitsglas mit Punktraster auf Sparren, Klemmprofile aus Edelstahl, Absturzsicherung durch Abrutschbacken und verschraubte Profile.

Farbe / Ausführung

Konstruktion aus nichtrostendem Stahl