DER AUFBAU
14
2. Preisträger Verfasser: Peter Czerner, Delmenhorst Mitarbeit: Alexandra Czerner Gottfried Sudbrack
Beurteilung des Preisgerichtes:
Die Gesamtidee besagt, daß
3 grundsätzlich
unterschiedliche
Räume formuliert wurden.
1. Rembertiquartier
Dazu kann gesagt werden, daß die richtige Maßstäblichkeit gefunden wurde und gleichzeitig damit der notwendige Schutz für die vorhandenen Gärten.
2. Straßenraum
Die Eduard-Grunow-Straße ist dem Individualverkehr vorbehalten. Die dahinterliegenden Freiräume werden durch neue Gebäude formuliert und geschützt.
Das nord-westliche Abstandsgrün zur Wohnbebauung ist nicht überzeugend, weil eben nur Abstandsgrün.
3. Als dritter Raum entstand ein sogenannter Rembertigarten, der durch seine Lage und Größe als quartiersbezogener Park überzeugt.
Inhalte dieses Parks wie z. B. Wasserfläche und Labyrinth sind liebenswerte Angebote zu Standart und Maßstäblichkeit.
a) Ehemalige Rembertikirche, Rembertistift.
Der Vorraum wird zum Straßenraum, geschützt durch ein neues Gebäude. Wir sind der Meinung, daß der erforderliche Maßstab hier deutlich überschritten wird.
b) Die Straßenrandbebauung zum Rembertigarten ist in den Endpunkten nicht ausformuliert; dadurch, daß sie den Baukörper Haus des Sports in seinem Maßstab übernimmt, ist sie quartiersbezogen zu groß.
c) Die Bebauung des Parkplatzes Am Dobben (Dreiecksfläche) ist nicht überzeugend und zu fragmentarisch.
Verkehr:
Die Verkehrsführung wird im wesentlichen beibehalten. Die Funktionsfähigkeit ist gewährleistet bis auf am Knotenpunkt Bismarckstra- ße/Schwachhauser Heerstraße.
Rad- und Fußweg
ist nicht ausreichend dargestellt, besonders im Querungsbereich Fedelhören und Remberti.
Vegetation:
Der vorhandene Baumbestand ist weitgehend berücksichtigt.
Trotz aller Mängel (Schmuckcharakter der Formen) ist der konzeptionelle Ansatz des Entwurfs, weil er die Baumasse südlich der neuen Eduard-Grunow-Straße konzentriert und sich nördlich davon an den vorhandenen Maßstab angleicht, hervorzuheben.