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Der Aufbau : Bürger und Stadt
Entstehung
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DER AUFBAU

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schaftliche und kulturelle Profile herausbilden, die, für einzelne Produktions- oder Dienstleistungsbereiche auch regional Akzente setzen können.

Insgesamt ergibt sich aus dem Agglomerationsprozeß eine ver­stärkte Notwendigkeit zur Zusammenarbeit. In einer Zeit, in der sich Grenzen überspringend eine europäische Marktlandschaft neu formiert, eröffnen sich auch für unsere Region politische und planerischeZeitfenster". Ideen für gemeinsame Zielsetzungen müssen jetzt auf fruchtbaren Boden fallen, wenn der Anschluß an konkurrierende Wirtschaftsräume nicht verpaßt werden soll.

Eine auf eine vernetzte Struktur ausgerichtete Zusammenarbeit muß aber von einem gleichen, partnerschaftlichen Verhältnis der Kommunen untereinander ausgehen, um von vornherein Fehler ei­ner obrigkeitlichen Ordungsplanung zu vermeiden. Dazu müssen kommunale Absprachen" getroffen undgemeinsam akzeptierte Regeln" gefunden werden, um insbesondere in Fragen der Wirt­schaftsentwicklung, des Verkehrs, der Kultur und des Umwelt­schutzes zu integrierten Planungsansätzen zu gelangen und ande­rerseits auch positive Konkurrenzfelder zu eröffnen.

Falsch, sogar unmöglich wäre es unserer Meinung nach, das Mo­ment der Konkurrenz ganz unterdrücken zu wollen. Es gilt viel­mehr, die einer Wettbewerbssituation innewohnenden Triebkräfte vermehrt auf qualitative Verbesserungen in den Bereichen Woh­nen, Arbeiten und Umwelt zu lenken und damit die Entwicklungs­kräfte der Region insgesamt zu stärken.

Dies setzt in jedem Fall zunächst eine Analyse der spezifischen Ressourcen und Chancen der Region und ihrer kommunalen Teile voraus. Daraus sollte ein gemeinsam zu erarbeitendes Zielpro­gramm entstehen, das unter Einbeziehung der Interessen und be­sonderen Chancen aller beteiligten Gemeinden inhaltliche und räumliche Strategien entwickelt.

Mögliche Aufgabenschwerpunkte Achims im regionalen Verbund

Im Hinblick auf eine solche, uns wünschenswert erscheinende zu­künftige Entwicklung, soll hier abschließend der Versuch gemacht werden, die Möglichkeiten der Stadt Achim innerhalb einer Ge­samtentwicklung der Region zu beschreiben.

Wohnstandort Achim"

Die reizvollen landschaftlichen Gegebenheiten werden auch in Zukunft den Wunsch wecken, in dieseLandschaftsstadt" zu zie­hen. In Achim wurde dem Siedlungsdruck bis heute sehr kontrol­liert standgehalten, insbesondere um weitere Zersiedlungen des Naturraums zu vermeiden und eine Konsolidierungsphase für die neue Stadt zu sichern. Vorrangig ist, für alle Einwohner eine gute Infrastrukturausrüstung bereitstellen zu können.

Diese Linie soll auch angesichts der neuesten Entwicklung gene­rell beibehalten bleiben. Andererseits müssen aber auch Wege ge­sucht werden, dem Oberzentrum in der Phase großen Wohnungs­bedarfs entlastend und unterstützend beizustehen. Dies soll insbe­sondere in einer städtebaulich verträglichen Innenentwicklung und in einer maßvollen Ausweisung neuer Bauflächen zur Abrun- dung der Ortsteile erreicht werden. In Achim soll in jedem Fall die besondere Qualität des Wohnens im Grünen durch die Favorisie­rung entsprechender Wohnformen - allerdings in einer größeren Verdichtung als dem bisher üblichen freien Einfamilienhausbau - erhalten bleiben.

Neue Wohnsiedlungsvorhaben sollen sich vornehmlich durch eine qualitätsvolle, insbesondere mit den Naturbelangen abgestimmte städtebauliche Planung auszeichnen, wobei die Forderung nach sozial und ökologisch verträglichen Bau- und Siedlungsformen im Vordergrund stehen muß.

Eine besondere Zielgruppe stellen dabei Alleinstehende und alte Menschen dar, von denen die unmittelbare Nähe zur Lebendigkeit der Innenstadt vermehrt gesucht wird.

Gewerbestandort Achim"

Achim besitzt eine besondere Standortgunst für gewerbliche An­siedlungen. Es wäre unsinnig, diese Voraussetzungen zu leugnen. Achim trägt damit auch Verantwortung für die Wirtschaftsentwick­lung eines Teils der Region. Es ist vorstellbar, daß nach Analyse der räumlichen Wirtschaftsbezüge sich für den Raum Achim besondere Standortpräferenzen für einige Produktions- oder Dienstleistungs­branchen ergeben, die im Hinblick auf eine möglichst günstige wirtschaftliche Kommunikation und Vernetzung mit Bremen vor­rangig zu stützen wären.

Andererseits ist nicht zu übersehen, daß die Stadt auch in dem Sek­tor der gewerblichen Ansiedlungen besondere qualitative Zielset­zungen verfolgt, deren Leitideen mit dem Projekt des neuen Ge­werbeparks bereits angedeutet wurden.

Achim als Versorgungszentrum im regionalen Verbund"

Der beschriebene Innenstadtumbau soll Achim in den Stand set­zen, die zugeordnete Funktion als Mittelzentrum/Nebenzentrum zu Bremen in vollem Umfang wahrnehmen zu können. Die Stär­kung der Versorgungsattraktivität des Achimer Kerns ist dabei nicht gegen die Funktionalität des Oberzentrums Bremen gerich­tet, d. h. vor allem nicht gegen deren spezialisiertes Konsum- und Kulturangebot in der Bremer City. Es wird andererseits aber für not­wendig gehalten, die Mittelzentren/Nebenzentren des Raumes als Kristallisationspunkte der Nachfrage im Sinne einerdezentralen Konzentration" zu stärken.

Kein Verständnis bringt Achim auch weiterhin allen nicht abge­stimmten und nicht räumlich integrierten Ansiedlungen großflä­chiger Einzelhandelsprojekte entgegen. Es muß in Zukunft im Ge-

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