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Der Aufbau : Bürger und Stadt
Entstehung
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zahlreicher anderer Wiederaufbaugemeinschaften nicht etwa ab­geschwächt, sondern hat sich eher noch verstärkt, wie sich das in erster Linie aus der Existenz des Spielplatzvereins ergibt; aber auch die Vereinbarungen wegen einer Parkordnung u. ä. zeigen gleiches an. Das - fast möchte man sagen verbissene - Festhalten an einem Standort, dem es an Unzulänglichkeiten und Erschwer­nissen nicht mangelt, auch in der Generation der Kinder der Wie­deraufbaugeneration ist zwar ein Phänomen, das sich nicht restlos erklären läßt, ohne Zweifel hat es aber eine seiner Wurzeln darin, daß sich jeweils energische Männer und Frauen gefunden haben, die sich für die Belange der Gemeinschaft engagierten. Zum ande­ren hat das Phänomen aber eine zweite Wurzel sicherlich in der räumlichen Einengung durch Zollzaun und Hauptverkehrsstraße. Das Waller Wied ist so gesehen eine Oase in unwirtlicher Umge­bung, die alle Widerstandskräfte geweckt hat und wachhält. Dazu kommt noch, gewissermaßen als dritte Wurzel, daß bis auf wenige Ausnahmen die Eigentümner auch in ihren Häusern wohnen.

Abschließend ein Hinweis auf ein im wahrsten Sinne des Wortes liebenswürdiges Detail; Unter den Bewohnern des Waller Wied gibt es eine Anzahl von Ehepaaren, bei denen beide Teile im Waller Wied aufgewachsen sind - wenn diese Tradition sich fortsetzt, dann braucht einem wegen des Zusammenlebens der Menschen dort für die Zukunft nicht bange zu sein.

Literatur

1) Ingrid BeranDerWiederaufbau der Heimatstraße", 1954

2) Nachlaß Paul Falck (Bestandsnummer 7500), Staatsarchiv Bremen

3) Die Neugestaltung Bremens, Herausgeber Der Senator für das Bauwesen, Heft 5

4) Der Aufbau, Heft 1/86

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