Ev. Akademie als Morgenandacht gelesen. Den Teilnehmern einer Umwelttagung hätten nur klare Aussagen helfen können. Mit diesem Angebot versäumt die Kirche ihren Auftrag.
Die Auseinandersetzung mit solchen Philosophien, die ungeeignete Konzeptionen der Naturgestaltung erstreben, verschlingt heute viele Kräfte und verhindert einen sinnvollen Kräfteeinsatz zur Vermeidung ökologischer Fehlentwicklungen. Naturwissenschaftler können sich mit den Argumenten dieser Kräfte nur schwer auseinandersetzen, weil ihre Triebkräfte nicht naturwissenschaftlicher Art sind. Der Beitrag der Theologie fehlt.
3. Eine klare theologische Auslegung des Herrschaftsauftrages, .macht euch die Erde Untertan" (1. Mos. 1, 28) - „bebauet und bewahret sie" (1. Mos. 2, 15) ist nötig. Lilje schrieb im Jahre 1928 „Jenes alte Bibelwort , Macht euch die Erde Untertan!' Der Befehl Gottes an die ersten Menschen, der aller menschlichen Tätigkeit ihre hohe Würde und Gottähnlichkeit verleiht, wird nirgends wörtlicher erfüllt als in der Technik. Darum liegt, wie auf aller menschlichen Arbeit, so auf der Technik im Besonderen ein Glanz des ersten Schöpfungsmorgens, und je bewußter dieser Zusammenhang mit der Schöpfungstat und Ord
nung Gottes gesehen wird, um so strahlender und verheißender wird das Licht, das über diesem menschlichen Tun liegt. Technische Arbeit hat daher ihre unauslösliche Würde, daß sie Anteil an der Schöpfungstätigkeit Gottes und Fortsetzung seines Tuns ist."
Liedke beklagt, daß es zur Auslegung des Herrschaftsauftrages vornehmlich Aussagen dieser Art gäbe. Nach meiner Auffassung wäre es sehr heilsam, sich auf die Größe des an den Menschen gerichteten Auftrags im Sinne von Lilje erneut zu besinnen und sich andererseits der Gefahr bewußt zu werden, den großen Auftrag verfehlen zu können. Bei der Exegese von Lilje, die Liedke wiedergibt, fehlt der Akzent, daß der Einsatz von Naturwissenschaft und Technik die Möglichkeiten menschlichen Irrtums und des Egoismus nicht aus der Welt schafft. Die durch Irrwege und mangelhafte Beachtung nachteiliger Nebenwirkungen möglichen Schäden sind beim Einsatz moderner Naturwissenschaft und Technik größer als früher, die bewrußte Ignoranz nachteiliger Nebenwirkungen kann mehr Schäden verursachen als früher. Die damit gegebene größere Gefahr aber ändert nichts am Herrschaftsauftrag.
4. Pastoren sollten sich der Frage stellen, ob die in unserer Zeit sehr stark ausge
prägte Zukunftsangst wirklich eine Angst vor einer ökologischen Krise ist, oder vielmehr die Angst, durch eigene Sünde den Sinn des Lebens zu verfehlen.
Zusammenfassung
Die vielfältigen Bemühungen um bessere Umweltpflege und bessere Nahrungsversorgung in unserer Zeit bringen trotz oft beeindruckender Opferbereitschaft nicht den erstrebten Erfolg, weil klare, der Wirklichkeit gerecht werdende Konzeptionen fehlen. Solche Konzeptionen lassen sich nur finden, wenn alle Lebens- und Wissenschaftsbereiche mit ihren Kräften verantwortungsbewußt mitwirken. Das unerläßlich notwendige verantwortungsbewußte Handeln von Fachleuten an möglichst vielen Stellen wird nicht über Kontrollen oder Belehrungen durch Nichtf ach - leute erreicht. Es hilft nicht, sondern schadet, wenn Theologen Landwirten oder Agrarwissenschaftlern sagen wollen, wie sie ackern und düngen müssen. Es ist vielmehr dringend notwendig, zu klären und bewußt zu machen, wie der Herrschaftsauftrag: „macht euch die Erde Untertan, bebauet und bewahret sie" für unsere Zeit gilt.
Dieses Glauben und Denken kann dann zu verantwortungsbewußtem Handeln führen. Um diese Hilfe bitten wir die Theologie.
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