son lassen sich bei Benutzung eines Pkw - im Gegensatz zu öffentlichen Verkehrsmitteln - mit steigender Zahl der Mitfahrer vermindern. Im öffentlichen Verkehr gewann aufgrund des Anstiegs der verfügbaren Einkommen sowie der günstigen Entwicklung der Preise für Urlaubsreisen der Luftverkehr gegenüber der Bahn erheblich an Bedeutung.
Die bis zum Jahr 2000 erwartete weitere Zunahme im Urlaubsverkehr wird sich auf die Verkehrsarten in sehr unterschiedlichem Maße auswirken. Die größte Steigerung wird der Luftverkehr aufweisen. Die Attraktivität von Urlaubsreisen mit der Eisenbahn wird durch Verbesserungen des Angebotes erhöht werden. Trotz der bereits heute zeitweise chaotischen Zustände auf Bundesfernstraßen werden die Urlaubsreisen mit dem Auto, wenn auch abgeschwächt, weiter zunehmen.
■ Verkehrsleistung
Infolge der gestiegenen Einkommen, zunehmender Freizeit und der Veränderungen in der Siedlungsstruktur ist zwischen 1960 und 1976 ein deutlicher Anstieg der Reiseweiten bei allen Fahrtzwecken und Verkehrsarten festzustellen. Somit nahm die Verkehrsleistung - als Produkt aus Fahrtenzahl und mittlerer Reiseweite - um mehr als 100 vH zu, während der Zuwachs des Verkehrsaufkommens (Zahl der Fahrten) nur 50 vH betrug.
Auch künftig wird die Verkehrsleistung stärker zunehmen als die Fahrtenzahl, doch wird die mittlere Reiseweite bei allen Zwecken nicht mehr so stark wachsen wie bisher. Ein wesentlicher Teil der erwarteten Erhöhung der gesamten Reiseweite ist auf die deutlich
steigenden Anteile von Urlaubs- und Freizeitfahrten zurückzuführen, deren Reiseweiten überdurchschnittlich groß sind.
■ Entwicklung der Verkehrsarten insgesamt
Das Wachstum des Personenverkehrs wird auch künftig ausschließlich vom Individualverkehr bestritten. Gemessen an der Zahl der Beförderungsfälle wird der öffentliche Verkehr sogar zurückgehen. Hier erhöht sich nur noch die Verkehrsleistung infolge steigender Reiseweiten. Die weiter zunehmende Bedeutung des Individualverkehrs - er wird im Jahr 2000 voraussichtlich 85 vH aller Beförderungsfälle abwickeln (1960: 67 vH) - resultiert vor allem aus dem hohen Gewicht der Fahrten im Einkaufs-, Freizeit- und Urlaubsverkehr. Wegen der weiterhin steigenden Reiseweiten und der Verlagerungen zu den zuvor genannten Fahrtzwecken wird sich die Verkehrsleistung im Individualverkehr doppelt so stark erhöhen wie die Fahrtenzahl.
Der Rückgang im öffentlichen Verkehr ist in erster Linie auf die abnehmende Nachfrage nach Leistungen im öffentlichen Straßenpersonenverkehr zurückzuführen. Ursächlich hierfür sind insbesondere die rückläufigen Beförderungszahlen im Berufsund Ausbildungsverkehr (zwischen 1976 und 2000 um 8 vH bzw. 20 vH), da auf diese Fahrtzwecke mehr als die Hälfte des gesamten Verkehrsaufkommens entfällt. Die Verkehrsleistung wird weniger stark abnehmen. Die Entwicklung in Ballungsgebieten wird generell günstiger verlaufen als im ländlichen Raum.
Die Verkehrsverluste der Eisenbahn sind ebenfalls auf die abnehmende Zahl der Beförderungsfälle im Berufs- und Ausbildungsverkehr zurückzuführen.
Entwicklung der Komponenten des PKW-Verkehrs
Einheit
1960
1970
1976
1990
2000
Fahrzeugbestand 0
Mill.
4490
13 941
18 920
27,7
29,4
Gesamtrahrleistung
Mrd. km
73,2
201,1
255,0
346,8
362,9
Durchschn. Fahrleistung
1000 km
16,2
14,4
13,5
12,5
12,3
Durchschn. Besetzung
Pcrs./km
1,93
1,74
1,63
1,64
1,70
Durchschn. Reiseweite
km
13,2
15,3
16,0
18,2
19,1
Beförderte Personen
Mill.
10 694
22 859
25 973
31334
32 429
Personenkilometer
Mrd.
141,2
349,8
415,7
570,5
618,7
PKW-Fahrten
Mill.
6051
14801
17 892
22160
22 558
1) Personen- und Kombinationskraftwagen. Quellen: Kraftfahrt-Bundesamt, Berechnungen de
, DIW.
SEIT 1853
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H.E KISTNER
BAUGESELLSCHAFT
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