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Der Aufbau : Bürger und Stadt
Entstehung
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Unsere verschiedenen Eingaben nach Hannover, Bonn und Bremen mit einem Verteiler an um die 600 Empfänger hat doch bewirkt, daß ein gewisser Ausbau als verbesserte Bundesstraße erfolgen wird. Ein Wesertunnel wird die Verbin­dung zwischen links und rechts der We­ser herstellen.

Unsere Vorschläge aus 1971 mit den zweiTunnel-Varianten" (Hütten­straße oder Werderland) wurden auf­gegriffen. Aber es fehlte - wieder ty­pisch - der Mut und die Fairneß, den Verfasser eines solchen geistigen Ei­gentums zu nennen, nachdem man auf eine Arbeit zurückgegriffen hatte, die freie Kräfte mit .ihren Fachleuten erar­beitet haben. In diesem Falle waren es Herr Professor Dr.-Ing. Wortmann und Dipl.-Ing. Werner Lindau, Hannover.

DieWestumgehung Lilienthal" gehört auch in den Disput um das regionale Ge­schehen. Erst in den letzten Wochen hat Bremen wieder ein Musterbeispiel ge­liefert mit dem Schreiben vom 20. 3. 80 an die Gemeinde Lilienthal, wie man Nachbarn nicht behandeln sollte.

Die Verbindung vom Autobahnzubrin­ger Universität in den Raum Lilien­thal-Worpswede usw. dient dem Nach­barn. Wohnen nicht viele Bremer inzwi­schen im Raum Lilienthal und kommen nicht aus diesem Lebensraum viele Pendler, d. h. Berufstätige? Im Eingang zeigt ein Plan den Stand unserer Vor­schläge. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Dann kam eines Tages ein Hilferuf vom Förderkreis Schloß und Schloßpark Etelsen". Man erbat unsere Hilfe auf­grund der Erfahrung und Bemühungen für die Burg in Bederkesa. Es bestand die Absicht, den Park zu parzellieren und zu verkaufen in Richtung einer Wohnsiedlung.

Aus den Berichten im Heft 4/79Der Aufbau" und jetzt in Heft 1/80 haben Sie ersehen können, was wir inzwi­schen tun konnten. Nach dem Stand der Dinge wird es möglich werden, daß eine Erwachsenenbildungsstätte dort eine Bleibe finden wird.

Im Eingang sehen Sie Pläne von Herrn Professor Müller-Menckens, wie eine Nutzung sinnvoll möglich ist.

Die helfenden Bemühungen um die Burg zu Hagen sind noch nicht abge­schlossen. Hier wird es hoffentlich auch gelingen, ein gutes Ziel zu erreichen.

Dagegen nehmen die baulichen Maß­nahmen um die Burg in Bederkesa ei­nen guten Fortgang, und - soweit be­kannt - wird im Spätherbst der erste Ab­schnitt zur Nutzung übergeben werden können.

Diese Tatsache darf eine besondere Freude sein für die Mitglieder und Freunde derGesellschaft für Orts-, Landschafts- und Umweltschutz' ', die es in Verbindung mit unserer Arbeit vor Jahren erreichten, daß die Burgruine nicht beseitigt wurde und Wohnsilos an ihre Stelle gebaut wurden.

Sicher möchten an diesen Tatbestand manche nicht gern erinnert werden, aber ist es nicht so, daß man auch über Fehler Im Alltag klüger werden kann und gemeinsam dann ein gutes Ziel er­reicht? Dafür ist Bederkesa ein gutes Beispiel, meine ich. Wir beobachten schmunzelnd, wie heute die einstigen Gegner den Sieg auf ihre Fahne heften, als hätten selbstverständlich sie alles getan.

Nun ein Blick in das Geschehen der Stadt

Der Teerhof - die Halbinsel zwischen Alt- und Neustadt. Hier hatte die Stadt einen Ideen-Wettbewerb ausgeschrie­ben. Das Ergebnis war nicht überzeu­gend, und das Preisgericht gab die Emp­fehlung:Dem Auslober wird empfoh­len, die Verfasser der Arbeiten, die mit dem 1. Preis und den beiden 2. Preisen ausgezeichnet wurden, zur weiteren Mitarbeit heranzuziehen."

Anfang des Jahres wurde derBremi­schen Gesellschaft Lüder von Bent­heim", die auf demTeerhof dasFre­se-Haus" wieder aufbauen und gestal­ten will, bekannt, daß der Senatsbaudi­rektor inzwischen eine Dokumentation von rund 50 Seiten hatte erarbeiten las­sen. Nur die Vorschläge eines zweiten Preisträgers, der dänischen Architekten Dissing und Weitling, sollen der Ver­wirklichung zugeführt werden. Alle anderen Arbeiten, die bedeutungsvolle und interessante Ideen und Anregun­gen beinhalten, sollen unbeachtet blei­ben.

Für die Arbeiten wurden bereits rd. 250000 - DM ausgegeben. Diese Infor­mationen führten dann zu der gemein­samen Eingabe der - 6 - Vereinigungen -21. März 1980 - nach Artikel 115, Abs. 3 der Bremischen Landesverfassung an den Senat.

Meine Damen und Herren, der Teerhof gehört zum Herzstück unserer Stadt und verlangt eine einmalige städtebau­liche Gestaltung. Ich kann Sie nur alle sehr herzlich bitten, hier mit aufmerk­sam zu sein.

Faulenstraße

Meine geehrten Damen und Herren, im vorigen Jahr hatte eine kleine freie Baugesellschaft drei Finanzgruppen, die bereit waren, rd. 60 Millionen DM für den Wiederaufbau der rechten Seite - wenn man Richtung Westen geht - zu geben. Sie sehen im Eingang eine Schemazeichnung, wie der Aufbau in etwa gedacht war. Es geht hier noch nicht um Details. Die Bauvoranfragen für den Wiederaufbau wurden in einer Weise vom Tisch gefegt, so Ende des Jahres für Bremen die 60 Millionen ver­loren waren.

Man plant in diesem Abschnitt, weil die Post einen neuen Sendeturm in Form einer Nadel errichten möchte, einen großen Turm mit einer Drehkuppel in

einer Höhe zwischen 100 und 200 Me­tern. Es handelt sich also um ein Bau­werk, das den Maßstab der Altstadt im Abschnitt Brill/Stephani zerstört und erschlägt.

Ich staune doch ein wenig, daß die Kri­tiker um den Bauhof oder Hillmann hier schweigen. Die Post wird von den rd. 15 bis 20 Millionen nur ein Drittel zahlen, den Rest muß Bremen tragen oder sich Zahlende beschaffen für den Turm. Haben wir nicht Sorgen und Aufgaben reichlich?

Die Faulenstraße wird nicht in Ordnung kommen, wenn das Schaufensterband nicht durchgeführt wird. Das Planer­team um den Senatsbaudirektor hat das Bauvorhaben mit den 60 Mill. im vori­gen Jahr durch einen Planfeststel­lungsbeschluß vom Tisch gefegt, und man verkündete, man wolle mit diesem Aussichts- und Sendeturm der Post zwi­schen Faulenstraße und Am Wall Woh­nen bevorzugen.

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