Die Bremer Papyri
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6 Die Lesung to scheint mir möglich, wiewohl von a nur ein Punkt erhalten ist.
Einzelbemerkungen.
5. (bdcnc -rrlu-n-civ ist mehrfach belegt. An dem zweimaligen Gebrauch von ttcutteiv brauchen wir in einem solchen Brief nicht Anstoß zu nehmen. 5. Ein To-frHxicov ist sonst in diesem Kreise nicht belegt.
7. Man könnte an [oiaco denken (ich werde das Fleisch bringen) und dann TTapaKeKXH]i<e. Das gäbe wieder 13 Buchstaben wie in den Zeilen vorher.
10. Für den Namen des Töchterchens der Adressatin bleiben in der Lücke nur etwa 2 Buchstaben übrig. Die sicheren Ergänzungen von Z. 2 und 3 ergeben 13 Buchstaben für die fehlende linke Seite.
Ältere Familienakten des Apollonios (Nr. 67—69).
Nr. 67. Darlehensschuldschein des Apollonios, des Großvaters des Strategen a. 44 oder 58
P. 87 (Bibl.). — H. 18 cm. Br. 5.5 cm. — Die Schrift (auf Recto, parallel der Paginabreite)
ist eine ungeschickte Cursive.
Die drei Aktenstücke, die ich hier als Nr. 67—69 folgen lasse, fallen zeitlich aus dem sonstigen Funde der Heptakomia-Papyri nach oben heraus: Nr. 67 ist vom Jahre 44 oder 58, Nr. 68 vom Jahre 99 und Nr. 69 vom Jahre 98, sie liegen also weit vor der Strategie des Apollonios. Von diesem Tatbestand aus glaube ich mich berechtigt, den 'Hpai<Xfi<j irpec|iÜTepos , &.iroXXooi'iou in 68,1 mit dem 'HpaKXds ' daroXXco vo$ (sie) in Giss. 14,3 zu identifizieren, in dem Kornemann schon durch eine feine Beobachtung den Vater des Strategen erkannt hat. Daraus folgt dann, daß die GuSainoi'ig h Kai [— in 69, 2, die den 'HpaKXSg (oder 'HpaKXeios, s. unten) -irpccr- (JüTepoc, 'daroXXcoiMou als ihren Ehemann bezeichnet, niemand anders als die Mutter des Strategen ist. Von hier aus liegt es sehr nahe, in unserer Nr. 67,1 ['doroXXcbi/io]s 'HpaKXHou zu ergänzen und in ihm den durch die obigen Zitate bezeugten Großvater des Strategen zu sehen, nach dem der Stratege dann, wie so häufig, seinen Namen bekommen hat. Hierzu paßt das frühe Datum unseres Textes. Wenn wir somit in diesen drei Texten privatrechtliche Urkunden sehen, die von dem Großvater und den Eltern des Strategen ausgestellt sind, so erklärt sich daraus bestens die Tatsache, daß sie unter den Privatakten des Strategen gefunden worden sind.
Unsere Nr. 67, von der nur das Mittelstück erhalten ist, ist ein Cheirographon, in dem der Großvater Apollonios einem Herak[l. . ] in den üblichen Formen erklärt, ein Darlehen von über 95 Drachmen erhalten zu haben. Vermutlich ist der Text