Die Bremer Papyri
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Hier bricht der Papyrus ab
Recto.
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I Das C von Cofipig ist durch Korrektur aus £ hergestellt. — 2 = ae. — 5 1. IXeyoi/. —
7 = XÖTTHV.
Übersetzung.
Soeris (wünscht) Ahne, ihrer Tochter, Freude. Vor allem wünsche ich, daß du gesund seiest mit Apollonios, deinem Bruder, und deinen (Kindern) (unberufen!) Wie kannst du mir schreiben »ich bin krank«? Man sagte mir, daß du nicht krank bist, und du wirfst mich in so große Trauer! Siehe, ich bin nämlich seit vier Monaten krank an meinen Augen. Du
schreibst mir über Halbkeramien für meine Kinder (unberufen!)--ich werde [sie dem X]
geben, auf daß er sie dir bringt. Warum--
Einzelbemerkungen.
11. Die Lesung dmioxvro halte ich nach meiner Abzeichnung für sicher (nicht uirioxero). to+j*- Aber eine Deutung und Ergänzung dieser Zeile ist mir nicht gelungen.
Nr. 65. Ein Brieffragment.
P. 55 (Bibl.). — H. 12 cm. Br. 15 cm. — Die Schrift (auf Recto, parallel der Paginabreite)
ist eine rechtsgeneigte Halbunziale.
Der Brief ist von einer der Familie des Apollonios nahestehenden Person geschrieben, 1 und zwar, wie der äcnrao-uoc, zeigt, von Hermopolis aus nach Hepta- komia. In diesem sonst unbedeutenden Fragment überrascht uns nur, daß, nachdem in Z. 7 schon die Mutter des Strategen, Eudaimonis, genannt war, in Z. 9 hinter der kleinen Heraidüs »die andere Eudaimonis« genannt wird. Ich glaube, daß damit ein neugeborenes Töchterchen der Aline gemeint ist, und diese mit der uhthp outh?. Sonst würde auch Aline in diesem Grußabschnitt überhaupt nicht vorkommen. Zur Zeit dieses Briefes befand sich also die Mutter Eudaimonis bei ihrem Sohn Apollonios in Heptakomia (wie in 61,21), während Aline mit ihren Töchtern in Hermopolis war. Der Brief ist wegen dieses Hin- und Herreisens gewiß nicht in der Kriegszeit geschrieben. Die Erwähnung der kleinen Eudaimonis, die sonst
1 Da sie die alte Eudaimonis thv xupiav uou nennt, gehörte sie vielleicht zu deren Hausstand in Hermopolis.
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