DER AUFBAU
(vormals: „DER WIEDERAUFBAU")
BÜRGER UND STADT
unter Mitarbeit von: Aufbaugemeinschaft Bremen e. V. • Bund Deutscher Architekten im Lande Bremen e. V. „Der Grüne Kreis", Bremen, Vereinigung freischaffender Architekten und Bauingenieure e. V., Bremen. Vereinigung für Städtebau e. V., Bremen
Heft 4
Bremen, Dezember 1967
21. Jahrgang
INHALTSVER
Teil I
Helfen - Bauen - Dienen
Der Bau des Syrischen Waisenhauses in Amman Architekt BDA Gerhard Langmaack (Hamburg) Kraftverkehr: Selbstzweck oder dienende Funktion Professor Dr. Gerd Albers Der „verdrehte" Kirchturm von Stolzenau
J. R., Bremen
Teil II - „Bürger und Stadt" Neuer Arbeitskreis in Duisburg Einen Lebensraum ordnen - Regionalplanung im Großraum Hannover
Dipl.-Ing. Heinz Weyl
Teil III
Aus der Arbeit der Aufbaugemeinschaft „Der Grüne Kreis" - Berichte und Informationen Mehr als ein Vogelparadies
Dr. Kurt Becker, Berlin-Dahlem
Titelbild: Syrisches Waisenhaus bei Amman/Jordan
Z E I C H N I S
Teil IV
Bericht der Betreuungsgesellschaften
Bremer Treuhandgesellschaft für Wohnungsbau GmbH
Nordbremische Gesellschaft für Wohnungsbau m.b.H.
Teil V - Umschau
Kummer mit dem Öltank vor der Tür
Heizkeller müssen öldicht sein
Lösungsmittelfreies Innenbeschichtungsmaterial
Reuter Public Relations, Düsseldorf
Die bremischen Windmühlen
Dipl.-Ing. Karl Dillschneider
Hans Christoph Seebohm f Dr. Karl Lobe
Buchbesprechungen
Theodor-Schneller-Schule und Haupthaus, 1966
Ein Wort zum Bau des
Syrischen Waisenhauses in Amman 1966
Mit diesem Artikel soll einmal ein Blick über unsere Grenzen hinaus in den Teil der Welt getan werden, der uns in diesem Jahr schlagartig über Nacht neu vor Augen gerückt wurde. Unser Weg iührt uns in den Vorderen Orient. Wir erleben mit, wie Baumeister unseres Landes ein Werfe neu planten und bauten. Die letzten Wochen eines Jahres ruien besonders dazu aui Rückschau und Ausschau zu halten. Wenn man den Bericht des Architekten BDA Gerhard Langmaack, Hamburg, liest, wird deutlich, daß das, was uns in unserer Wohlstandsgesellschalt selbstverständlich erscheint, in anderen Ländern aufgrund örtlicher Gegebenheiten ganz anders aussieht. Wer kennt schon bei uns das Suchen nach Wasser, nach Bausteinen u. a. m. Daß es gut und notwendig ist einander ohne Ansehen der Person und der Rasse über Grenzen hinaus zu hellen, macht der Bericht deutlich.
Die Hüte sinnvoll angesetzt bereitet allen Beteiligten Freude und ermuntert gemeinsam fortzufahren, den Menschen in Not zu helfen. Wort und Bild von Arch. BDA Langmaack lassen den Leser und Betrachter miterleben, wie in großer Geduld und echtem Gottvertrauen alle Schwierigkeiten auf technischen, finanziellen und menschlichen Gebieten überwunden wurden.
„Der Bote aus Zion" — Heit 3/1966 — berichtet über die Einweihung der Theodor-Schneller-Schule in Amman folgendes:
„Die neu erbaute Schule wurde am 8. November 1966 in Gegenwart des Königs Hussein von Jordanien eröffnet und am 11. November, dem 106. Gründungstag des Syrischen Waisenhauses in Jerusalem, mit einem Festgottesdienst in der neuen Anstaltskirche vom württembergischen Landesbischof D. Dr. Erich Eichele eingeweiht.
Tage der Freude und Dankbarkeit! Nach dem einstigen Verlust der vier Anstalten im Westjordanland hat Gott mit seiner Gnade nach der Erstellung der Johann-Ludwig-Schnel- ler-Schule in Khirbet Kanalar im Libanon nun auch den Wiederaufbau im Ostjordanland gelingen lassen. Ihm sei Lob und Dank!
Gedankt sei auch allen, die dies große Werk geplant und durchzuführen geholfen haben, unserem Ehrenvorsitzenden D. Hermann Schneller, dem Direktor der Theodor-Schneller- Schule Dipl.-Ing. Ernst Schneller, den Architekten G. und D. Langmaack, Hamburg, der Bauiirma Philipp Holzmann AG, Frankfurt, und allen ihren Mitarbeitern, der Vereinigung ehemaliger Schüler des Syrischen Waisenhauses und dem Vorstand in Köln, ganz besonders unseren Geldgebern, der Evang. Zentralstelle für Entwicklungshilfe und dem Schulreferat des Auswärtigen Amtes in Bonn, der Aktion „Brot für die Welt", der Südwestdeutschen Evang. Arbeitsgemeinschaft für Weltmission, der Evang. Kirche im Rheinland und den Freunden unseres Missionswerkes."
Durch die guten Verkehrs- und Nachrichtenverbindungen sind die Menschen dieser Welt einander sehr viel näher gekommen. So stehen nicht nur die Probleme des nächsten Nachbarn vor unserer Tür, sondern die Sorgen und Nöte der Menschen in anderen Völkern rücken uns genauso aut den Leib. Macht der folgende Artikel nicht deutlich, wie man gemeinsam über große Entfernungen hinaus einander helfen kann? So ist der Bericht und Vorgang aus 1966 auch heute aktuell und das Jahr 1968 und weitere ruten den Bürger als Laien, den Bürger als Bauherrn und den Fachmann als Baumeister zu gemeinsamer Tat. War es nicht immer so? Wir woll'n es gerne wagen,
in unseren Tagen der Ruhe abzusagen, die's Tun vergißt. Wir wolln nach Arbeit tragen, wo welche ist, nicht an dem Amt verzagen, uns iröhlich plagen und unsere Steine tragen auts Baugerüst. (Zinzendort 1700 — J760J. Der Schrittleiter
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